Sondersitzung des Parlaments wegen Protesten

Montag, 23. Januar 2012
In Bukarest beginnt heute eine Sondersitzung des rumänischen Parlaments zum Thema der jüngsten Proteste. Die sozialdemokratische und nationalliberale Opposition kündigte an, den Rücktritt der Regierung und Neuwahlen zu fordern. Am kommenden Dienstag soll dann eine feierliche Sitzung die Vereinigung Rumäniens stattfinden. Eigentlich herrschen derzeit bis zum 1. Februar parlamentarische Ferien. Die Regierungskoalition fordert die Opposition konstruktiv an der Findung von Lösungen zu den von der Wirtschaftskrise verursachten Problemen mitzuwirken. Derweil gingen am vergangenen Wochenende die Proteste gegen die Sparpolitik der Regierung vor allem in der rumänischen Hauptstadt weiter. Die Protestler, einige Hundert, forderten erneut den Rücktritt der Regierung und des Präsidenten.

Foto: www.cameradeputatilor.ro

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Erheblich mehr Erdgas importiert im vergangenen Jahr

Montag, 23. Januar 2012
Rumänien importierte in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres um 47,5 Prozent mehr Erdgas als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies gab das rumänische Statistikamt INS bekannt. Die Menge an importierten Erdgasen betrug 2,45 Millionen Tonnen Erdöläquivalent (TOE). Die Binnenproduktion lag im besagten Zeitraum bei 7,81 Millionen TOE, nur um 0,2 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Gemäß einer Studie von British Petroleum lagen die bestätigten Erdgasreserven Rumäniens bei 600 Milliarden Kubikmeter. Das Entspricht etwa 0,3 Prozent der weltweiten Reserven.

Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

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Appetit auf langfristige Einlagen gestiegen

Montag, 16. Januar 2012
Rumänen horteten im November 2011 insgesamt etwa 860 Millionen Euro in Lei-Konten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, wie die Notenbank BNR nun bekannt gab. Damit ist das Saldo der langfristigen Depots im Vergleich zum November 2008 um 41 Prozent gestiegen. Die langfristigen Einlagen in Euro hingegen lagen bei 366 Millionen Euro, bedeutend tiefer als die Lei-Einlagen. Dafür aber betrug das Wachstum der langfristig angelegten Euro-Depots in derselben Vergleichszeitspanne das Vierfache dessen, was im November 2008 auf den Depots mit längerer Laufzeit lag. Bei den Einlagen der Bevölkerung (Stand November 2011: 25 Milliarden Euro) überwiegen jedoch weiterhin die kurzfristigen Einlagen.

Foto: Harald Reiss/pixelio.de

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Zweite Nacht der Proteste in Bukarest

Montag, 16. Januar 2012
Die seit Tagen andauernden Proteste gegen Staatspräsident Traian Băsescu und die Sparpolitik der Regierung wurden in der rumänischen Hauptstadt auch in der Nacht zum Montag fortgeführt. Protestler und Ordnungskräfte lieferten sich erneut Straßenschlachten bis nach Mitternacht. 33 Personen benötigten ärztliche Behandlung, die Behörden sprechen von 25 Festnahmen. Begonnen hatte die Protestbewegung als Unterstützung für Dr. Raed Arafat. Dieser war aus Unmut über die geplante Gesundheitsreform zurückgetreten. Arafat ist Mitbegründer des effizienten öffentlichen Notdienstes SMURD und war im Zuge der Debatte um die Reform vom Präsidenten harsch kritisiert worden. Nach dem Rücktritt des beim Volk hoch angesehenen Arztes wurde die Reform allerdings öffentlich zurückgenommen.

Foto: www.sxc.hu

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TI-Studie: Geschäftsethik in Rumänien kein großes Thema

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Nur eines von fünf rumänischen Unternehmen habe einen Ethik-Kodex in Anwendung, wie einer aktuellen Studie von Transparency International zu entnehmen ist. Nur 117 von 631 in der Studie berücksichtigten Unternehmen haben einen Ethik-Kodex veröffentlicht. Der Rest der befragten Unternehmen zeigte kein Interesse an einer transparenten Art und Weise Geschäfte zu machen, so die Schlussfolgerung der Studie. Ethik im rumänischen Geschäftsumfeld sei vor allem auf die Präsenz ausländischer Unternehmen im Land zurückzuführen, als auf eine Verinnerlichung der Notwendigkeit von Integrität, heißt es in einer Erklärung von Transparency International. “Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen der Studie ist, dass Unternehmen in Rumänien nicht wissen, wie man sich gegen illegales und unethisches Verhalten schützt, egal ob seitens von Mitarbeitern, Lieferanten oder Beamten“, sagte Cristian Ducu, Autor der Studie und Ethik-Berater.

Foto: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de

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Rumänien will gemeinsamen Strommarkt mit Mitteleuropa

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Rumänien hat offiziell Interesse am Beitritt zum Projekt zur Kopplung mitteleuropäischer Strommärkte bekundet, wie der rumänische Strommarktbetreiber OPCOM am vergangenen Dienstag mitteilte. Das Projekt, das im Juni eingeleitet wurde, sieht den Zusammenschluss der Märkte in der Tschechischen Republik, Ungarn und der Slowakei im zweiten Quartal 2012 vor. Am 14. Dezember wurde die Absichtserklärung des rumänischen Netzbetreibers Transelectrica, der OPCOM und der Regulierungsbehörde für den Energiesektor ANRE genehmigt, teilte OPCOM in einer Erklärung mit. Der Schritt steht im Einklang mit den allgemeinen Bemühungen der EU-Mitgliedstaaten, bis 2014 einen voll funktionsfähigen paneuropäischen Strommarkt aufzustellen, wie vom Beschluss des Rates der Europäischen Union im Februar gefordert.

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EP kritisiert Nicht-Öffnung der Arbeitsmärkte für Rumänen und Bulgaren

Freitag, 16. Dezember 2011

Das Europäische Parlament hat gestern eine Resolution verabschiedet, in der es Mitgliedstaaten harsch kritisiert, die ihre Arbeitsmärkte noch nicht für Bulgaren und Rumänen geöffnet haben. Diese Staaten müssen die EU-Kommission im Detail davon überzeugen, dass die Gefahr einer schweren Störung der Arbeitsmärkte tatsächlich gegeben ist, wenn die volle Freizügigkeit gilt. Anfang Dezember setzte die deutsche Bundesregierung die volle Arbeitnehmer-Freizügigkeit für Rumänien und Bulgarien für weitere zwei Jahre aus. Damit benötigen rumänische und bulgarische Staatsangehörige für den Zugang zum Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin eine Arbeitserlaubnis. Zudem dürfen in den Branchen Bau, Gebäudereinigung und Innendekoration bis Ende 2013 Arbeitnehmer aus diesen Ländern nur eingeschränkt entsendet werden. Für Fachleute allerdings gelten Erleichterungen.

Foto: Paul-Georg Meister/pixelio.de

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