Ausländische Investitionen, ein Wachstums- und Wettbewerbsfähigkeitsfaktor

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Die Auslandsinvestitionen in Rumänien belaufen sich auf 75 Milliarden Euro, Geld, das in allen Sektoren der rumänischen Wirtschaft wieder zu finden ist. Investoren mit ausländischem Kapital haben Fabriken und Logistikzentren gebaut, Bürogebäude und einen Großteil ihrer Energieinfrastruktur modernisiert, neue Produktionstechnologien und leistungsfähigste Managementsysteme eingeführt. Investoren sind nach Rumänien gekommen, um Gewinne zu erzielen, aber ihre Unternehmen haben auch einen wesentlichen Beitrag zur Modernisierung der rumänischen Wirtschaft und zu ihrer Integration in die europäische Wirtschaft geleistet. Laut öffentlichen Informationen des Foreign Investors Council in Rumänien (FIC) haben sich die ausländischen Investitionen auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr belaufen, abhängig vom Gesundheitszustand der lokalen oder globalen Wirtschaft. Der höchste Wert der Investitionen ist rund um den Zeitpunkt des EU-Beitritts Rumäniens mit 8 bis 9 Milliarden Euro pro Jahr erzielt worden. Ausländische Investitionen sind in ihrer Größe vergleichbar mit den Mitteln, die aus europäischen Fonds stammen, und stellen eine unverzichtbare Ressource für die Entwicklung des Landes dar.

In Rumänien stammen die ausländischen Investitionen insbesondere aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die auch die wichtigsten Handelspartner sind (Deutschland, Frankreich, Österreich, Niederlande). Unternehmen mit ausländischem Kapital in Rumänien beschäftigen 1,3 Millionen Menschen, etwa 26% der Gesamtzahl der Mitarbeiter. Die Zahl entspricht nahezu der Zahl der Personen, die im öffentlichen Sektor beschäftigt sind. In Rumänien gibt es keine Familie, die keinen kennt, der in einem ausländischen Unternehmen arbeitet. Ausländische Unternehmen haben eine wichtige Rolle bei der Anwendung einiger Gehaltswachstumsmodelle gespielt und haben einen gesunden Wettbewerb unter den Arbeitsuchenden erzeugt – eine erste bemerkbare Konsequenz ist, dass das Durchschnittsgehalt in einem ausländischen Unternehmen deutlich höher ist als der nationale Durchschnitt. Das durchschnittliche Nettogehalt hat in einem ausländischen Unternehmen im Jahr 2017 3.100 Lei betragen, verglichen mit dem nationalen Durchschnitt von 2.300 Lei.

Aus den FIC-Analysen haben wir bemerkt, dass die Landkreise, die ausländische Investoren herangezogen haben, im Allgemeinen auch einen höheren Lebensstandard aufweisen (unter Berücksichtigung sowohl von Einkommen als auch von Vermögen pro Einwohner). Wir können nicht sagen, dass dies nur auf ausländische Investitionen zurückzuführen ist, aber es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den wirtschaftlich entwickelten Gebieten und der Höhe der herangezogenen ausländischen Investitionen. Dieses Phänomen ist aufgrund der Vorteile, die ausländische Unternehmen mit sich bringen, leicht zu erklären: Technologie, Wissen, Zugang zu globalen Märkten, jahrzehntelange oder jahrhundertelange Erfahrung usw. Die Kreise mit den meisten Auslandsinvestitionen sind Arad, Bra?ov, Cluj, Prahova, Sibiu, Timi? und natürlich das Gebiet Bukarest-Ilfov, das für ausländische Investoren das attraktivste ist.

Seit 2008 analysiert die Nationalbank jedes Jahr die Situation ausländischer Direktinvestitionen. Die neuesten statistischen Daten der BNR zeigen den Zufluss ausländischer Direktinvestitionen im Jahr 2017. Der Nettozufluss an ADIs hat sich im Jahr 2017 auf 4.797 Millionen Euro belaufen und war wie folgt strukturiert:

• Beitrag zum Eigenkapital der ausländischen Direktinvestoren in ausländische Direktinvestitionsunternehmen in Rumänien in Höhe von 3.968 Millionen Euro. Der Beitrag zum Eigenkapital setzt sich aus der Beteiligung am Kapital der ADI-Unternehmen in Höhe von 2.235 Millionen Euro und einem reinvestierten Gewinn von 1.733 Millionen Euro zusammen. Der reinvestierte Gewinn hat sich durch Abzug vom 2017 erwirtschafteten Gewinn nach Steuern durch gewinnbringende ADI-Unternehmen, in Höhe von 8.068 Millionen Euro, der Dividendenausschüttungen von ADI-Unternehmen im Jahr 2017 in Höhe von 3.526 Millionen Euro sowie der erfassten Verluste der ADI-Unternehmen, die 2017 mit Verlusten in Höhe von 2.809 Millionen Euro beendet haben, ergeben.

• Nettokredit der ausländischen Direktinvestitionsunternehmen im Verhältnis zu ausländischen Direktinvestoren und Unternehmen ihrer Gruppe in Höhe von 829 Millionen Euro. Der Nettokredit umfasst sowohl mittel- und langfristige, als auch kurzfristige Kredite.

Der Nettozufluss an ADIs im Jahr 2017 war vorwiegend für das verarbeitende Gewerbe bestimmt (1.204 Millionen Euro). Die wichtigsten ausländischen Direktinvestitionen betrafen Rohölverarbeitung, Chemikalien, Gummi und Kunststoffe (434 Millionen Euro), Transportmittel (349 Millionen Euro) und Metallurgie (193 Millionen Euro). Weitere Tätigkeiten, die ein erhebliches Direktinvestitionsvolumen herangezogen haben, sind Finanzvermittlung und Versicherungen (960 Millionen Euro), Bau- und Immobilientransaktionen (929 Millionen Euro) und Handel (897 Millionen Euro) gewesen. Die wichtigsten Beteiligungen (Kapitalerhöhungen) sind in den Sektoren Bau- und Immobilientransaktionen (800 Millionen Euro), das verarbeitende Gewerbe (471 Millionen Euro) sowie berufliche, wissenschaftliche, technische und administrative Tätigkeiten und Unterstützungsleistungen (406 Millionen Euro) wieder zu finden. Der reinvestierte Gewinn hat das höchste Niveau in der Finanzvermittlung und im Versicherungsbereich erreicht (665 Millionen Euro). Auch im Handel (620 Millionen Euro) und im verarbeitenden Gewerbe (505 Millionen Euro) ist ein hohes reinvestiertes Ergebnis verzeichnet worden.

Wie im Vorjahr hat das konzerninterne Nettokreditgeschäft 2017 einen positiven Beitrag (829 Millionen Euro im Vergleich zu nur 176 Millionen Euro im Jahr 2016). Im Detail sind die Hauptaktivitäten der ADI-Unternehmen, die durch über mehr als 200 Millionen Euro aus konzerninternen Nettokrediten finanziert worden sind, das Bauwesen und Immobilientransaktionen (423 Millionen Euro), der Handel (324 Millionen Euro) und das verarbeitende Gewerbe (228 Millionen Euro), innerhalb dessen der höchste Wert für Maschinen, Geräte und Ausrüstungen verzeichnet worden ist (214 Millionen Euro).

Der ADI-Saldo zum 31. Dezember 2017 hat sich auf 75.851 Millionen Euro belaufen. Dieses Ergebnis ist durch Addition des Netto-Zuflusses an ADIs sowie der anderen Komponenten, die zur Veränderung des Saldos führen, bzw. der positiven/negativen Wertdifferenzen, die sich aus der Neubewertung der auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte aufgrund der Veränderung des Wechselkurses ergeben, die Neubewertung von Sachanlagen sowie des Marktwerts von börsennotierten ADI-Unternehmen, aus Neubewertungen des Werts der verschiedenen Komponenten der ursprünglichen Salden und aus Korrekturen der Daten aus früheren statistischen Berichten. Das Eigenkapital (einschließlich angehäufter reinvestierter Gewinn) ausländischer Direktinvestitionsunternehmen, die sich im Besitz von Nichtansässigen befinden, haben zum Ende des Jahres 2017 den Wert von 52.746 Millionen Euro (69,5% des endgültigen ADI-Saldos) erreicht und der von ausländischen Direktinvestoren erhaltene Nettokredit, auch innerhalb des Konzerns, verzeichnete einen Wert von 23.105 Millionen Euro, was 30,5% des endgültigen ADI-Saldos entspricht. Im Hinblick auf die Ausrichtung je nach Wirtschaftstätigkeit liegt der ADI-Saldo vorwiegend im verarbeitenden Gewerbe (32% des gesamten ADI-Saldos). Innerhalb dieser Industrie sind die Transportindustrie (7,4% des gesamten ADI-Saldos), die Rohölverarbeitung, Chemikalien, Gummi und Kunststoffe (6,4%) und die Metallurgie (4,2%) die am besten vertretenen Tätigkeiten. Ebenfalls innerhalb der Industrie haben Strom, Gas und Wasser 8,5% des ADI-Saldos herangezogen. Neben der Industrie haben Bauwesen und Immobilientransaktionen (15,3%), Handel (13,8%) und Finanzvermittlung und Versicherungen (12,4%) zu den Aktivitäten gezählt, die bedeutende Direktinvestitionen herangezogen haben.

Aus Sicht der Verteilung des ADI-Saldos nach Entwicklungsregionen bemerkt man die Ausrichtung der ADIs vorwiegend auf die Entwicklungsregion Bucure?ti-Ilfov (60,3%), wobei andere Entwicklungsregionen, die ein bedeutendes ADI-Volumen herangezogen haben, die Region Zentrum (8,9%), die Region West (8,5%), die Region Süd-Muntenia (6,3%) und die Region Nordwest (5,6%) sind.

Verteilung des Saldos ausländischer Direktinvestitionen nach Herkunftsländern

Die Verteilung ist je nach Wohnsitzland des Direktinhabers von mindestens 10% des Stammkapitals der Direktinvestitionsunternehmen in Rumänien erfolgt (basierend auf dem Prinzip „immediate country basis”). Die ersten fünf Länder, die am 31. Dezember 2017 in der Rangliste je nach Anteil vom ADI-Saldo aufgeführt sind: die Niederlande (25,9% vom ADI-Saldo zum Ende des Jahres 2017), Deutschland (12,8%), Österreich (12,6%), Italien (6,2%) und Frankreich (6,2%). In Bezug auf die Rangfolge der ersten fünf Herkunftsländer der Direktinvestitionen ist festzustellen, dass Italien im Vergleich zum Vorjahr besser abgeschnitten hat als Frankreich und Zypern und den vierten Platz belegt hat.

Arten von ausländischen Direktinvestitionen

Der Zufluss der Kapitalbeteiligung an ISD-Unternehmen, in Höhe von 2.235 Millionen Euro, der Bestandteil des Eigenkapitalanteils ist, wird nach Greenfield, Fusionen und Übernahmen, Unternehmensentwicklung und Unternehmensumstrukturierung differenziert. Im Jahr 2017 sind Greenfield- und Fusions- und Übernahmeinvestitionen (M&A) dem Trend der letzten Jahre gefolgt und haben ein sehr niedriges Niveau verzeichnet. Somit haben die Greenfield-Investitionen nur 77 Millionen Euro zum Investitionsfluss von Beteiligungen an ADI-Unternehmen beigetragen, und die Fusionen und Übernahmen 213 Millionen Euro. Der überwiegende Anteil im Fluss der der Kapitalbeteiligung im Jahr 2017 entfällt auf Unternehmensumstrukturierungen mit 1.158 Millionen Euro, die 52% der Beteiligungen darstellen, und auf Unternehmensentwicklungen mit 787 Millionen Euro beziehungsweise 35% der Beteiligungen. Um die langfristigen Auswirkungen von Greenfield-Investitionen auf die Wirtschaft zu bewerten, sind auch Anhäufungen von ausländischen Direkt­investitionen (Salden) in Unternehmen hervorgehoben worden, die durch Greenfield-Investitionen gegründet worden sind, und die Greenfield-Unternehmen genannt werden. Der Saldo der ausländischen Direktinvestitionen in Greenfield-Unternehmen in Höhe von 44,778 Millionen Euro macht 59% des ADI-Saldos aus. Aus Sicht der Verteilung auf die hauptsächlichen wirtschaftlichen Tätigkeiten haben sich ausländische Direktinvestitionen in Greenfield-Unternehmen überwiegend auf das verarbeitende Gewerbe ausgerichtet (30,9% des ADI-Saldos in Greenfield-Unternehmen). Andere Zweige, in denen diese Investitionen einen erheblichen Anteil haben, sind: Bauwesen und Immobilientransaktionen (16,5%), Handel (15,4%) und berufliche, wissenschaftliche, technische und administrative Tätigkeiten und Unterstützungsdienste (8,4%).

Die meisten ausländischen Direkt­investitionen in Greenfield-Unternehmen konzentrieren sich wie die gesamten ADIs in der Region BUCURES?TI-ILFOV (60,1% des ADI-Saldos in Greenfield-Unternehmen). Die laut Anteil der ausländischen Direktinvestitionen in Greenfield-Unternehmen bestimmte Reihenfolge der Herkunftsländer weicht nicht wesentlich von der Reihenfolge ab, die je nach Herkunftsland des ADI-Gesamtsaldos festgelegt worden ist. Die größten Investitionen stammten somit aus den Niederlanden (22,4%), gefolgt von Deutschland (17,1%), Österreich (14,8%) und Italien mit 6,5% des ADI-Saldos in Greenfield-Unternehmen.

Erzielte Einnahmen aus ADIs

Die Nettoeinnahmen ausländischer Direktinvestoren haben im Jahr 2017 den Wert von 5.877 Millionen Euro verzeichnet. Die Nettoeinnahmen setzen sich aus den Nettoeinnahmen aus Beteiligungen am Kapital und den Nettoeinnahmen aus Zinsen zusammen. Die Nettoeinnahmen aus Beteiligungen am Kapital haben den Wert von 5.259 Millionen Euro verzeichnet und sind als Differenz zwischen dem Nachsteuergewinn der ADI-Unternehmen mit einem Gewinn von 8.068 Millionen Euro und den Verlusten der ADI-Unternehmen, die Verluste in Höhe von 2.809 Millionen Euro verzeichnet haben, ermittelt worden. Durch Reduzierung der Nettoeinnahmen aus Kapitalbeteiligungen um den Wert der 2017 an ausländische Direktinvestoren ausgeschütteten Dividenden (in Höhe von 3.526 Millionen Euro) ergibt sich der Wert des reinvestierten Gewinns in der Gesamtheit der ADI-Unternehmen in Höhe von 1.733 Millionen Euro, berechnet laut internationaler Methode zur Ermittlung des reinvestierten Gewinns. Die Nettoeinnahmen aus Zinsen haben ein Niveau von 618 Millionen Euro verzeichnet. Diese sind als Differenz zwischen den Zinsen berechnet worden, die die ausländischen Direktinvestoren für die Kredite erhalten haben, die sie ihren Unternehmen aus Rumänien sowohl auf direkter Weise als auch durch sonstige nichtansässige Unternehmen innerhalb der Gruppe gewährt haben, und die Zinsen, die diese für die Kredite gezahlt haben, die sie von ihren Unternehmen aus Rumänien sowohl auf direkter Weise als auch durch sonstige nichtansässige Unternehmen innerhalb der Gruppe erhalten haben. Im Vergleich zu 2016 ist der Umsatz der ausländischen Direktinvestitionsunternehmen um 11,1% auf über 164 Milliarden Euro gestiegen und die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um rund 3,6% auf 1,3 Millionen Mitarbeiter.

Die Auswirkungen ausländischer Direktinvestitionen auf die Aufnahmeländer

Laut einer Studie, die im Mai 2017 von der Bukarester Akademie für Wirtschaftsstudien und dem Foreign Investors Council in Zusammenarbeit durchgeführt worden ist, Autoren Alexandra Horobe? und Oana Popovici, beziehen sich auf eines der häufigsten und umstrittensten Themen im Zusammenhang mit ADIs auf die Auswirkungen, die sie auf das wirtschaftliche und soziale Wohlergehen eines Landes haben. Darüber hinaus stellt sich bei rein positiven Auswirkungen die Frage, inwieweit und mit welchen Instrumenten sie von den Regierungen der Aufnahmeländer potenziert werden können. Gleichzeitig gibt es auch Stimmen, die behaupten, dass eine zu starke Präsenz multinationaler Unternehmen in einem Land eine zu starke Abhängigkeit der Wirtschaft vom ausländischen Kapital und von der Politik dieser Unternehmen verursacht, was sich nachteilig auswirken kann, einschließlich für lokale Unternehmen, die nicht ausreichend vorbereitet sind, um mit den multinationalen Unternehmen zu konkurrieren.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die politische Gesamtmeinung über ADIs geändert, und es wird eher davon ausgegangen, dass diese die Wettbewerbsfähigkeit und das Wirtschaftswachstum der Aufnahmeländer fördern und sich weniger negativ auf die Wirtschaft auswirken. Das sichtbare Ergebnis ist ein wachsender internationaler Wettbewerb um Auslandsinvestitionen und die Entstehung von Erfolgsgeschichten wie Irland, Polen oder China. Die Autoren der Studie zeigen jedoch, dass die Auswirkungen von ausländischen Investitionen in eine Volkswirtschaft von vielen Faktoren abhängig sind, wie etwa von der Art und den Merkmalen des Sektors, in dem multinationale Unternehmen tätig sind, dem Zeitraum, in dem die Auswirkungen der ausländischen Investition untersucht werden, und der Art und Weise der Einführung der ausländischen Firmen (neue Investition – Greenfield, Joint Venture mit einem lokalen Unternehmen, Übernahme eines lokalen Unternehmens usw.), die Strategien multinationaler Unternehmen, aber auch, sehr wichtig, die Strategien der Regierungen der Aufnahmeländer in Bezug auf die ausländischen Investitionen.

Die direkten Auswirkungen der ADIs zeigen sich bereits auf mikroökonomischer Ebene, beginnend mit dem vom multinationalen Unternehmen bereitgestellten Finanzkapital (entweder durch direkte Kapitalbeteiligung, reinvestierten Gewinn oder Kredite an das lokale Unternehmen/die lokalen Unternehmen) und durch den Transfer von Technologie und Innovation – potenziert auch durch und Forschungs- & Entwicklungsausgaben – indem lokale Unternehmen einer Reihe von Fähigkeiten und Management-, Marketingfähigkeiten und unternehmerischen Fähigkeiten ausgesetzt werden, die anfangs nicht oder unzureichend entwickelt waren, aber auch durch die Entwicklung der Humanressourcen (die nicht nur die Erhöhung von Gehältern oder Einkommen bedeuten, aber auch Aus- und Weiterbildungsprogramme, einschließlich für neue Berufe und Fähigkeiten). Eine der Schlussfolgerungen der Analyse ist, dass die Auswirkungen von ADIs in der Steigerung der Leistung lokaler Unternehmen zu sehen sind, in die multinationale Unternehmen investieren, und in ihrem Wettbewerbsniveau auf dem Markt als auch in den von ihnen geförderten Geschäftspraktiken, die sich im positiven Sinne von den vorherigen unterscheiden. Aus mikroökonomischer Sicht können die Auswirkungen der Präsenz der ADIs auf Sektorebene propagiert werden, indem die Marktstruktur und der Konzentrationsgrad zugunsten der Endverbraucher aber auch der Zulieferer verändert werden. Letzten Endes können auf makroökonomischer Ebene die Auswirkungen durch höhere Beiträge zum Staatshaushalt gesehen werden, indem ein Beitrag zum Ausgleich der Zahlungsbilanz geleistet wird, aber auch durch die Änderung der Exportstruktur und die Verbesserung der Handelsbilanz.

Die indirekten Auswirkungen der ADIs auf die Wirtschaft der Aufnahmeländer zeigen sich in Form von Schulungs- und Lerneffekten für lokale Unternehmen, infolge eines nachahmenden Verhaltens letzterer. Zu diesen Effekten zählen der Technologietransfer, die Personalentwicklung oder die Leistungssteigerung lokaler Unternehmen, die im Wettbewerb mit den Töchtern multinationaler Unternehmen stehen.

Die zitierte Studie zeigt und belegt die Tatsache, dass ADIs sowohl als Quellen des Wirtschaftswachstums als auch der Wettbewerbsfähigkeit betrachtet werden. Laut den Autoren muss Rumänien wie jedes andere Aufnahmeland einen Rahmen öffentlicher Politiken aufbauen, um die ADIs so in Richtung der Sektoren und Regionen zu steuern, in denen die positiven Effekte optimal genutzt und die negativen so weit wie möglich reduziert werden sollen, dass mögliche negative Auswirkungen von ausländischen Direktinvestitionen (z. B. Insolvenz oder Umweltprobleme im Inland) beseitigt werden.

Daniel Apostol

Romania
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