Bei der finanziellen Bildung geht es nicht darum, wie viel Geld einem bis zum Zahltag übrig bleibt, sondern darum, wie viel man am Zahltag beiseite legt

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Man spricht viel über finanzielle Bildung und, oftmals, zu anspruchsvoll und in einer Sprache, die weiterhin verschlüsselt und technisch ist, so dass die meisten Anfänger sogar vor dessen Beginn aufgeben. Eine Vereinfachung der Nachricht ist erforderlich, so der CEO der Bukarester Wertbörse (BVB), Adrian T?nase, im Monat März bei der Veranstaltung Global Money Week, ein internationales Event, das zur Steigerung des finanziellen Bildungsniveaus unter den jungen Menschen organisiert wurde, das einschließlich in Rumänien stattgefunden hat und dem sich BVB und ASF (Finanzielle Überwachungsbehörde) angeschlossen haben.

Wie können wir mehr Investoren auf dem rumänischen Kapitalmarkt haben? Durch finanzielle Bildung. Und wie erreichen wir diese finanzielle Bildung? Durch eine fortlaufende Reihe von Bildungsinitiativen und, am Wichtigsten, durch Zugänglichkeit. „Wir können nicht mehr Investoren haben wenn wir keine finanzielle Bildung haben. Wir wollen, dass der Kapitalmarkt für immer mehr Personen zugänglich wird, unabhängig von deren Spezialisierung im Finanzbereich. Wir werden die Programme finanzieller Bildung weiterführen, so dass der Kapitalmarkt kein exotischer Ort für individuelle Investoren wird, sondern ein gewöhnlicher Ort für ihre Ersparnisse“, so Adrian T?nase, CEO der BVB.

Wir werden oftmals gefragt, was die BVB zur Steigerung des Niveaus an finanzieller Bildung unternimmt und wie sie auf die Bedürfnisse der Millenials-Generation antwortet, die sich vorwiegend online informiert. Ich glaube, dass die beste Antwort durch Zahlen unterstützt werden kann. Und, da wir vom Online-Bereich gesprochen haben, so zeigen die Statistiken des YouTube-Kanals der Bukarester Wertbörse nicht nur das Niveau an Interesse seitens der Investoren, sondern auch das Niveau an Vielfalt ihres Interesses gegenüber den Themen, die den Kapitalmarkt betreffen.

Konkret wurden auf dem YouTube-Kanal der BVB in den vergangenen zwei Jahren 1,13 Millionen Minuten finanzieller Bildung angeschaut. Insgesamt wurden mehr als 670.000 Aufrufe während dieser gesamten Zeitspanne verzeichnet. In diesem Augenblick sind knapp 340 Videos zu Themen von besonderem Interesse für mögliche Investoren verfügbar.

Die Videos des YouTube-Kanals der Bukarester Wertbörse mit den meisten Aufrufe waren: die Vorstellung des Portals InvestingRomania.com, die Vorstellung der Bildungsplattform Fließend in Finanzen und eine Reihe von Folgen der Sendung 7/24 Capital, ein Online-Projekt, das von der BVB im vergangenen Jahr zum Anlass des Nationalen Tags der Investitionen eingeführt wurde. Wir bleiben nicht hier stehen, denn die Steigerung des Niveaus an finanzieller Alphabetisierung ist ein kontinuierlicher Prozess.

Die Frage bleibt jedoch: wie können wir erfahren, wie finanziell gebildet wir sind, ohne einen Test diesbezüglich zu machen? Wir haben eine mögliche Antwort auf diese Frage durch Beobachtung der Konsumgewohnheiten der Rumänen gefunden. Wenn wir nicht mehr zählen werden, wie viel Geld uns bis zum Zahltag übrig geblieben ist, sondern wenn wir eine Geldsumme gleich am Zahltag beiseite legen, wenn wir mit derselben Regelmäßigkeit in uns selber investieren, mit der wir die Bankrate oder die Telefonrechnung bezahlen. Erst dann werden wir behaupten können, dass wir finanziell gebildet sind. Im Wesentlichen geht es bei der finanziellen Bildung nicht so viel um Geld, sondern eher um die Art und Weise, in der wir Entscheidungen treffen und Gewohnheiten aufbauen: dann, wenn wir, zusätzlich zum Arbeiten für Geld, auch dem Geld erlauben, für uns zu arbeiten.

Florin Cepraga, Senior PR Specialist, BVB

Romania
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