Der österreichische Finanzminister über die eilige rumänische Verordnung und die österreichische Farbenlehre

(Foto: Milan Ilic; Hartwig Löger)

Der österreichische Bundesminister für Finanzen Hartwig Löger wurde zum Thema der rumänischen Notverordnung über die sog. „Steuer auf Gier“ samt ROBOR – Verbindung (Nr. 114/ 2018) – anlässlich eines Treffens mit Vertretern des Verbandes der Auslandspresse in Wien – angesprochen und gebeten ein Kommentar zu dieser Angelegenheit aus aktuellem Anlass abzugeben:

„Dieses Thema muss auf der Sachebene diskutiert werden. Es wäre nicht zielführend, Entscheidungen wie diese auf Ebene der europäischen Finanzminister aus zu verhandeln. Vielmehr ist es notwendig, sich die technische Grundlage dahinter anzusehen und zu evaluieren, in wie weit die Chance besteht, diese Entscheidung inhaltlich noch einmal zu verändern. Gleichzeitig gilt es Argumentationen zu prüfen, die es möglicherweise erlauben, gewisse Bestandteile in dieser Form bestehen zu lassen. Aber es ist deutlich, dass hier etwas gemacht wurde, was in unserem Verständnis nicht richtig ist. Daher haben wir den Bedarf, Gespräche zu führen. Ich habe mit Eugen (Orlando Teodorovici, rum. Finanzminister) mehrere Gespräche im Zusammenhang mit der Ratspräsidentschaftsübergabe geführt, wobei eine Vielzahl an aktuellen europapolitischen Themenstellungen angesprochen wurden, aber zu diesem expliziten Thema haben wir noch keine technische Gesprächsbasis gehabt. (…) Es ist aber auf meinen Plan!“

Der Bundesminister hat wie bekannt einen festen Handschlag, ist aber auch ein Kunstliebhaber und entzifferte (ohne gefragt zu werden) seinen Gästen die tiefere Botschaft des großformatigen Ölbildes in den Empfangsräumlichkeiten seines Ministeriums. Wie aus der Chromatik zu entnehmen ist, spielt Türkis ist Hauptrolle, Schwarz bleibt im Hintergrund und Blau eine Nebenrolle. Just diese Farben prägen heute das politische Spektrum der Koalition ÖVP/ FPÖ in Wien. Die Volkspartei (ÖVP) gibt den Kanzler und regiert zusammen mit den Freiheitlichen (FPÖ). Den ersten fühlt sich der Herr Bundesminister näher, die haben Türkis als politische Farbe, nachdem sie jahrzehntelang mit der Farbe schwarz geglänzt haben, die FPÖ war immer blau! Hartwig Lögers Gäste wurden zu einem Gruppenbild mit Bundesminister und Ölbild im Hintergrund eingeladen. Ob nun der Künstler Hermann Nitsch, Vertreter des Wiener Aktionismus ist oder ein anderer, spielt keine Rolle, da offensichtlich die Farbenlehre passt… Gut zu wissen auch in Bukarest.

dr. Alex Todericiu

Kremsmuellerrot
Romania
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