Der rumänische Energiesektor: große Versprechen, ungewisse Strategie

Sectorul energetic
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Die energetische Strategie Rumäniens lässt noch auf sich warten, obwohl die Unterlagen, die die Entwicklungsrichtungen des Sektors definieren sollen, mehrmals erarbeitet worden sind. Der lokale Energiemarkt befindet sich kurz vor der Beendung des Verfahrens vollständiger Liberalisierung, laut übernommenen Verpflichtungen in der Eigenschaft als Mitgliedstaat der Europäischen Union. Das rumänische Energiepotenzial führt dazu, dass der Sektor auf nationaler und europäischer Ebene strategisch ist, und Rumänien hat den Ehrgeiz, sich in naher Zukunft die Energiesicherheit und -stabilität zu verdienen, wobei das Land die Erfordernisse der Energiesicherheit verfolgt, der Gewährleistung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, beziehungsweise des Übergangs des Energiesektors zu einem Modell nachhaltiger Entwicklung, gestützt auf der Grundlage einer verantwortungsvollen Führung des Energiesektors und, schließlich, mit der Verfolgung der Sicherung der Energie für alle Verbraucher und ihrer Tragfähigkeit durch Senkung der Energiearmut und durch den Schutz der anfälligen Verbraucher.

Ein erstes Prinzip der Energiestrategie ist es, die Bedürfnisse und Interesse aller Energieverbraucher – häuslich, kommerziell und behördlich – in den Mittelpunkt zu stellen, wobei die Bedürfnisse und Interesse vielfältig sind und sich ständig entwickeln. Die Modernisierung des Führungssystems im Energiebereich stützt sich auf drei Prinzipien: eine bessere Abgrenzung der Funktionen des Staats als Erarbeiter von Politiken und Regulierer von der Funktion als Besitzer von Aktiva und Investor; die Nutzung der Mechanismen des wettbewerbsfähigen Markts zur Verfolgung strategischer Ziele, um dem Investitionsumfeld eine stabile Perspektive zu verleihen und um die technologische Neutralität zu respektieren. Der erste zentrale Bereich des strategischen Eingriffs ist die Erneuerung der Produktionskompetenzen für elektrische Energie. Der Energiemix Rumäniens ist und wird weiterhin ausgeglichen und vielfältig bleiben. Ein bedeutender Teil der Produktionsfähigkeiten nähert sich jedoch dem Ende seiner Lebensdauer, und einige von ihnen sind wirtschaftlich unwirksam und ökologisch unangemessen. Die Ersetzung der Produktionsfähigkeiten der elektrischen Energie setzt Investitionen in Höhe von 7 bis 14 Mrd. Euro bis 2030 voraus, je nach Entwicklungsszenario. Die neuen Produktionskapazitäten werden fortgeschrittene Technologien mit hoher Effizienz einsetzen, flexibel und weniger umweltverschmutzend, fähig zur Gewährleistung der Stabilität des Energiesystems. Die Kernenergie ist eine strategische Option für Rumänien. Die Erweiterung der nuklearen Kapazität in Rumänien wird aus Gründen energetischer Sicherheit und zur Senkung der Treibhausgasemissionen (TGE) rechtfertigt. Das Kernkraftprojekt stellt die größte potenzielle Investition in den rumänischen Energiesektor innerhalb der nächsten Jahrzehnte dar, und ist nur unter Bedingungen wirtschaftlicher Effizienz funktionsfähig, durch ein Schema zur Gewährleistung der Einnahmen und zur Einhaltung der technischen Bedingungen und der Umweltbedingungen, die auf europäischer Ebene vereinbart worden sind.

Das Verfahren zur Ersetzung der alten Kapazitäten anhand von Erdgas ist im Gange, wobei Rumänien über mehr als 1.500 MW verfügt, installiert in effizienten Werken infolge der Investitionen der letzten 10 Jahre. In den kommenden 10 Jahren wird das Verfahren zur Stilllegung der alten, erdgasbasierten Kapazitäten, beendet. Rumänien verfügt über die strategische Option, im Rahmen des Energiemixes auf Erdgas zu setzen, da es aufgrund der Flexibilität der Werke, die es nutzen, der relativ geringen Kosten der ursprünglichen Investition und der Instandhaltungsausgaben, sowie auch der relativ geringen Emissionen des TGE, empfohlen wird.

Die Wettbewerbsfähigkeit der Kohle im Energiemix hängt von der Effizienz zur Umwandlung jeder einzelnen Gruppe, die ziemlich gering ist für die bestehenden Kapazitäten, von den Kosten der gelieferten Kohle und vom Preis der Emissionszertifikate, ab. Die aktuellen kohlebasierten Gruppen spielen eine wichtige Rolle im Rahmen der Stabilität des nationalen Energiesystems. Die Ersetzung der kohlebasierten Kapazitäten wird insbesondere nach 2025 stattfinden. Neue braunkohlebasierte Kapazitäten müssen überkritische Parameter, hohe Effizienz und niedrige spezifische TGE-Emissionen aufweisen.

Rumäniens Strategie sieht bis 2030 einen leichten Anstieg der Wasserkraftkapazität durch die Beendung der neuen Projekte, die gerade durchgeführt werden, vor. Die wesentliche Rolle der Wasserkraft auf dem Ausgleichsmarkt muss durch die rechtzeitige Durchführung von Instandhaltungs- und Nachrüstungsarbeiten gestärkt werden. Rumäniens Ziel ist es, weiterhin Investitionen heranzuziehen und das hohe Naturpotenzial zu verwerten, beziehungsweise in der Industrie, die mit dem Energiewandel verbunden ist.

Ein zweiter Prioritätsbereich strategischen Eingriffs ist die Infrastruktur und die Versorgung mit Erdgas. Das rumänische Energiesystem wird ein hohes Stabilitätsniveau gegenüber den Schocks der Versorgung mit Energie verzeichnen, infolge der nachhaltigen Entwicklung der nationalen Basis energetischer Ressourcen und der Schaffung der Transportinfrastruktur, einschließlich Projekte zur Vernetzung mit wechselseitigem Fluss. Als Bedeutung wird zwischen Ausbeutungsprojekten der Erdgasressourcen, onshore und offshore, unterschieden, die der Senkung des Abhängigkeitsniveaus im Bezug auf den Import innerhalb der kommenden Jahrzehnte dienen sollen. Die Erhaltung einer bedeutenden internen Erdgasproduktion setzt Investitionen in geologische Exploration und die Steigerung der Verwertung der bestehenden Vorkommen voraus, inklusive der assoziierten Gase. Die Entwicklung der Vorkommen, die vor Kurzem im Schwarzen Meer entdeckt worden sind, erfordern den Bau der Infrastruktur zum Anschluss an das Nationale Transportsystem (NT). Zur Integration in den regionalen Erdgasmarkt ist das wichtigste Projekt der Interconnector Bulgarien-Rumänien-Ungarn-Österreich (BRUA), der auf der Liste gemeinsamer Interessen der EU steht. Eine weitere Priorität ist die Gewährleistung der Transportkapazität in Richtung der Republik Moldau. Ein strategisches Ziel für Rumänien ist die Erschaffung eines wettbewerbsfähigen Erdgasmarkts: transparent, liquide, mit einem mäßigen Konzentrierungsgrad und Wettbewerbspreis. Gleichzeitig kann der rumänische Energiemarkt die zentrale Rolle der Biomasse zur Heizung der Haushalte aus dem ländlichen Umfeld nicht ausschließen. Knapp 90% der Wohnungen aus dem ländlichen Umfeld und 45% auf landesweiter Ebene nutzen vorwiegend Brennholz zum Heizen. Die Wohnungen sind üblicherweise nur teilweise erhitzt, in Öfen mit unvollständiger Verbrennung, das Komfortniveau ist niedrig und die Kosten sind hoch. Im Jahr 2030 werden die meisten Haushalte aus dem ländlichen Umfeld wahrscheinlich Zugang zu alternativen Heizungsquellen haben, und die Wohnungen werden energetisch effizienter sein. Durch die Erweiterung der Netzwerke zur Distribution von Erdgas wird die Nutzung des Erdgases zum Kochen und Heizen genutzt werden. Die Entwicklung der Systeme zur Produktion der Elektrizität (Fotovoltaik und Windkraft), gestützt durch Lagerungskapazitäten, wird insbesondere im stadtnahen Umfeld stattfinden und wird die Wärmepumpenheizung Luft-Erde begünstigen. Die thermischen Solarzellen können eine zugängliche Lösung zur Wassererwärmung sein. Gleichzeitig ist ein strategischer Bereich die Steigerung der Energieeffizienz der Wohnungen. In Rumänien ist eher die Energiearmut das Ergebnis des niedrigen Niveaus der Einkommen als das der hohen Energiepreise, jedoch vertieft der große spezifische Energiekonsum zur Heizung der Gebäude das Problem.

Der Landesbericht der Europäischen Kommission, der diesen Frühling veröffentlicht wurde, hat ein spezifisches Kapitel, das dem Energiesektor gewidmet ist. Laut Analyse der Europäischen Kommission muss Rumänien noch passende Normen hinsichtlich des Energiemarkts einführen. Die bestehende Marktstruktur ist weiterhin unpassend und könnte Rumänien daran hindern, das Potenzial im Bereich der Erdgase zu verwerten. Die Eilverordnung Nr. 64 vom Oktober 2016 hat wesentliche Reformen für den Energiemarkt eingeführt. Diese hat die bestehenden Regulierungsbarrieren im Bezug auf den Erdgasexport beseitigt, die gegen die EU-Normen verstoßen haben, und hat wesentliche Aspekte hinsichtlich des Wettbewerbs und der Transparenz eingeführt. Dank dieser Änderungen hat Rumänien das Potenzial, ein Schlüsselfaktor in der Region im Bereich des europäischen Erdgassektors zu werden. Trotzdem mindern die Änderungen des Rechtsaktes, der sich gegenwärtig im Parlament befindet, die Bestimmungen des Regulierungsrahmens. Die neue Infrastruktur wird zur Steigerung des Integrationsgrads Rumäniens auf dem regionalen Energiemarkt führen. Der Abschnitt innerhalb Rumäniens der Gaspipeline BRUA, eine Investition im Wert von 479 Millionen Euro, die bis zum Ende des Jahres 2019 fertiggestellt werden soll, wird die Erdgasreserven aus dem Schwarzen Meer und aus dem südlichen Korridor der Gase mit Märkten aus Mittel- und Osteuropa verbinden. Das Ministerium für Energie, in der Eigenschaft als zuständige Behörde für Projekte energetischer Infrastruktur gemeinsamen Interesses, hat am 21. März 2018 die „umfassende Entscheidung“ im Bezug auf die Gaspipeline BRUA verabschiedet. Dieser Schritt berechtigt den Betreiber Transgaz dazu, die Arbeiten tatsächlich einzuleiten, so die Vertreter des Ministeriums. Das Projekt BRUA besteht im Bau einer Pipeline mit einer Länge von ungefähr 479 Kilometern und dreier Komprimierungsstationen (Jupa, Bibe?ti und Podi?or). Die Gaspipeline wird die Kreise Giurgiu, Teleorman, Dâmbovi?a, Arge?, Olt, Vâlcea, Gorj, Hunedoara, Cara?-Severin und Timi? durchqueren. Die Frist für die Beendung der Phase I ist, laut Kalender, das Jahr 2019.

Hinsichtlich der Elektrizität sollte Rumänien noch einige Projekte zur Erreichung des Ziels elektrischer Vernetzung von 10% bis 2020 vornehmen und sollte die hohe Generierungskapazität vollständig ausbeuten. Diese Projekte betreffen Vernetzungsleitungen und die Modernisierung von sechs internen Leitungen zur Konsolidierung der Vernetzungskapazitäten mit der Republik Moldau, Bulgarien und Serbien. Die Reform des Abfallmanagements geht voran, jedoch in einem langsamen Rhythmus. Die nationale Planung des Abfallmanagements und das Programm zur Vorbeugung der Abfallerzeugung wurden im Dezember 2017 verabschiedet. Somit wurde die vorläufige Bedingung für den Zugang zu EU-Mitteln während der Zeitspanne 2014-2020 erfüllt. Dieselbe Kommission weist im Rahmen der Studie „Quo Vadis” darauf hin, dass der europäische Erdgasmarkt weiterhin nicht vollständig vereint ist, insbesondere in Mittel- und Osteuropa. Die Transportpreise sind das größte Problem und verhindern eine Konvergenz der Preise in ganz Europa. Die Reform ist ausschlaggebend, aber, obwohl die EU daran arbeitet, besteht weiterhin Zweifel im Bezug auf den Erfolg. Die EU und Russland müssen die strategische Zusammenarbeit zur Entwicklung und Versorgung mit Erdgas auf mehr koordinierter Weise wieder aufnehmen. Die gegenwärtige Beziehung zwischen den zwei Parteien ist nicht klar und ist angespannt, insbesondere da die geopolitischen Probleme den Dialog EU-Russland aufgehoben haben.

Um auf den Bericht der EK zurück zu kommen: dieser weist darauf hin, dass die nationalen und regionalen Behörden die Reform nun umsetzen müssen. Der Leistungsunterschied ist im Verhältnis zu den Normen der EU jedoch so groß, dass es selbst nach der Verabschiedung des Plans schwierig sein wird, die gesetzlich vorgesehenen Fristen in der Praxis einzuhalten. Die Lagerungsrate der Abfälle ist hoch und die meisten Abfälle sind nicht recycelt. Es ist zwingend notwendig, effiziente Maßnahmen einzuführen, die die Sammlung und das selektive Recycling fördern. Zusätzlich zum Sektor des Managements der soliden Abfälle sollte auch die Steigerung der Effizienz und der Deckung im Bereich des Wassers/Abwassers weiter gehen, da 2018 die Frist für die Einhaltung zu den EU-Normen darstellt.

Laut Vorsitzendem der ANRE (A.d.Ü. Nationale Behörde für Regelung im Bereich der Energie), Dumitru Chiri??, ist 2018 das Jahr der tiefgreifenden Reformen im Bereich der Regelung und wird „die erforderlichen Korrekturen und Regeln bringen, die den Kunden in den Mittelpunkt des Energiesektors stellen.” Im Rahmen einer Tagung des Vereins Rumänischer Nationalausschuss des Weltenergierats, dessen Vorsitzender der Abgeordnete Iulian Iancu ist, hat Dumitru Chiri?? drei Prioritäten der Regelungsbehörde erwähnt: die Definition eines neuen Energiemarkts; die Definition des Erdgasmarkts; die Festlegung einiger neuen Tarifsysteme für die Distribution und den Transport der Energie. Der Vorsitzende der ANRE hat gleichzeitig erklärt, dass er sich für die Einführung zusätzlichen Drucks einsetzen wird, einschließlich in der primären Gesetzgebung, um die Neudefinierung der Energiemärkte aus Rumänien zu erzwingen. Die Regelungsänderungen, die eingeführt werden sollen, hätten die Förderung neuer Investitionen in alle Energiesektoren, von Kohle bis zu erneuerbaren Energien, von Kohlenwasserstoffen bis hin zu Wasserkraft, im Rahmen des Transports und der Distribution aller Formen von Energie, zum Ziel.

Die Energie auf dem Kapitalmarkt

Der Energiesektor ist weiterhin ein hauptsächliches Interessensegment auf dem Kapitalmarkt, wobei die Renditen der Aktien der Energieunternehmen anziehend auf die Investoren wirken. Laut einer Analyse, die von Investors Club Agerpres zugeschickt wurde, verzeichnet Romgaz Dividendenrenditen von 11,4% für 2017, Transgaz 10,8% und Nuclearelectrica 10,5%. Aus Sicht der Nettodividende pro Aktie, so liegt diese bei Romgaz bei 4,14 Lei, bei Transgaz bei 43,7 Lei und bei Nuclearelectrica bei 0,86 Lei. Andere Unternehmen, wie Conpet und OMV Petrom, verzeichnen Dividendenrenditen in Höhe von 6,5% (7,3 Lei/Aktie), beziehungsweise 6,1% (0,019 Lei/Aktie). Im Bezug auf Electrica liegt die Rendite bei 5,2% und bei Transelectrica bei 1,2%. Investors Club, die Gemeinschaft der Investoren auf dem rumänischen Kapitalmarkt, hat es sich vorgenommen, die Öffentlichkeit im Bezug auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen und zu erziehen, in der man Ersparnisse in Unternehmen investieren kann, die bei der Wertbörse Bukarest notiert sind, eine Möglichkeit zur Kapitaleinführung, die zu einer attraktiveren Rendite führen kann als ein Bankangebot.

Das Schwarze Meer – Entwicklungspotenzial

ExxonMobil und OMV Petrom werden 6 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr in der Zeitspanne 2020-2021 aus dem Vorkommen Neptun aus dem Schwarzen Meer gewinnen, und Rumänien wird insgesamt 18-20 Milliarden Kubikmeter Gas produzieren, sollten alle Projekte aus dem Schwarzen Meer entwickelt werden, so vor Kurzem Sorin Gal, General Manager im Rahmen der Nationalagentur für Mineralressourcen (ANRM), zitiert von Agerpres. Gegenwärtig werden in Rumänien ungefähr 11 Milliarden Kubikmeter Gase pro Jahr gewonnen, und der Nationalverbrauch liegt auch rund um diesen Wert, so Gal. Es wird erwartet, dass Exxon bis November 2018 die Absicht äußert, zur Entwicklungsphase des Projekts über zu gehen.

Das Potenzial des Schwarzen Meers wird auch von KMG International (KMGI) verfolgt. Die Gruppe hat im vergangenen Jahr Rekordergebnisse und –geschäfte verzeichnet, entsprechend der positiven Entwicklung ab dem Jahr 2012 – Schlüsselmoment der erfolgreichen Beendung des Programms zur Modernisierung und Steigerung der Verarbeitungskapazität der wichtigsten Raffinerie – Petromidia N?vodari. Diese ist während der Zeitspanne 2012-2017 zur größten Profileinheit aus Rumänien und zu einer der modernsten Anlagen aus der Gegend des Schwarzen Meers geworden. „Das Jahr 2017 stellt einen Schlüsselmoment in der Entwicklung der Gruppe dar, nicht nur wegen der erzielten Rekordergebnisse, sondern auch weil wir es geschafft haben, die Tätigkeiten der Gruppe auf Ebene eines regionalen Marktführers zu konsolidieren und umzuwandeln. Nun ist der Zeitpunkt da und wir sind bereit, einen weiteren Schritt zu wagen, uns auf unsere Entwicklung in Rumänien und im Schwarzen Meer zu konzentrieren, sowohl in den Gegenden wo wir bereits anwesend sind, aber auch vertrauensvoll andere Länder und deren Potenzial zu betrachten, Teil der Strategie der Gruppe zu werden”, so Zhanat Tussupbekov, CEO des Unternehmens KMG International, zitiert von energy-center.ro. KMGI hat im Jahr 2017 Betriebs- und Finanzindikatoren auf Rekordniveau in den 40 Jahren seit der Gründung des Unternehmens Rompetrol und der Raffinerie Petromidia N?vodari erzielt, aber auch 10 Jahre nach desen Übernahme und Integration im Rahmen des nationalen Erdöl- und Erdgasunternehmens – KazMunayGas.

Ein weiterer großer Spieler ist beim Schwarzen Meer das Unternehmen Romgaz. Laut dem Vorstandsvorsitzenden von Romgaz, Liviu Nistoran, wird sich die Bedeutung von Romgaz in den kommenden Jahren im Bezug auf die Energieunabhängigkeit deutlich steigern, da die neue Entwicklungsstrategie des Unternehmens auf mehrere Richtungen eingestellt ist: Ankauf, Steigerung der Lagerungskapazität, Verwertung der Produktion, sowohl auf dem internen, als auch auf dem externen Markt. Zeitgleich zur Erkundung des Gasvorkommens aus der Gegend Caragele, die größte Entdeckung der letzten 30 Jahre, und der Entwicklung der Projekte aus dem Schwarzen Meer, analysiert Romgaz sämtliche Verwertungsgelegenheiten der Produktion, sowohl auf interner, als auch auf externer Ebene. In einem Interview für die Zeitschrift Capital sagte Liviu Nistoran, dass Romgaz dieses Jahr zum ersten Mal Gasexport in geringen Mengen vornehmen würde, um den „Weg” für die kommende Zeitspanne zu ebnen, in der Transgaz die Verbindungen zu den Nachbarn herstellen wird. Gleichzeitig möchte das Unternehmen, seine Lagerungskapazität deutlich steigern, so dass Rumänien zu Beginn des nächsten Jahrzehnts nicht mehr dazu gezwungen wird, auf Gasimporte zur Deckung des Verbrauchs zurückzugreifen. Hinsichtlich der Projekte aus dem Schwarzen Meer erklärt Liviu Nistoran, dass Romgaz die Gelegenheit zur Erhöhung der Beteiligung untersucht, die das Unternehmen im Rahmen des Konsortiums mit Lukoil besitzt, das das Perimeter Trident konzessioniert hat, wo die ersten Bohrungen Ressourcen von 30 Milliarden Kubikmetern angezeigt haben. Ferner, zeitgleich zur Inbetriebnahme des Werks aus Iernut (installierte Kraft von 400 MW), wird Romgaz zu einem wichtigen Spieler auch in der Produktion von Elektrizität werden, und zieht den Ankauf einiger Parks erneuerbarer Energie in Erwägung.

von Daniel Apostol

Romania
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