Die flexiblen Büroflächen, voll im Trend in Europa, und Rumänien schließt sich an

(Foto: dksamco/ depositphotos.com)

Das Immobilienberatungs­unter­nehmen JLL hat den Bericht „Disruption or Distraction” veröffentlicht, der die Entwicklung der flexiblen Büroflächen aus Europa analysiert. Dieser Bereich hat sich seit 2014 verdoppelt und soll laut Schätzungen um bis zu 30% pro Jahr innerhalb der kommenden 5 Jahre steigen.

In Rumänien hat sich das Konzept der flexiblen Arbeitsfläche in den vergangenen Jahren konturiert, jedoch ist der Markt besonders durch die lokalen Betreiber vertreten worden, die kleine Flächen unter Form von Hubs zur Verfügung stellen.

Dieses Jahr haben wir allerdings einen mehr als dreifachen Wachstum der Büroflächen bemerkt, die von den Betreibern von Co-Working-Flächen vermietet worden sind, was ebenfalls auf den Eintritt einiger etablierter Betreiber wie etwa Mindspace und Spaces auf dem Markt deutet.

Zudem beinhalten die meisten neuen Entwicklungsprojekte innerhalb der Struktur auch solche Räume, die den Angestellten und den Arbeitgebern mit großer Personalfluktuation eine erhöhte Flexibilität bieten.

Obwohl Rumänien sich erst beim Beginn dieses Trends befindet, schätzen wir auf weltweiter Ebene, angesichts der bisherigen Entwicklungen, dass die flexiblen Räume im Jahr 2030 rund 30% einiger Portfolios der Bürobesitzer darstellen werden.

Die Studie des Unternehmens JLL enthüllt die Hauptmotoren der Explosion des Bereichs der flexiblen Büroräume – einschließlich der Entwicklungsänderungen hinsichtlich der Art und Weise in der die Menschen arbeiten, wann und wo sie arbeiten, Änderungen des Lebensstils und beschleunigte Fortschritte der Technologie – und bietet Perspektiven in Bezug auf die Risiken und Gelegenheiten, sowohl für Unternehmen, als auch für Immobilieninvestoren aus Europa.

Laut dieser Studie ist die Fläche der flexiblen Räume im Jahr 2017 innerhalb der 20 größten Büromärkte weltweit um 30% gestiegen – was rund einer Million Quadratmetern entspricht. Die 20 größten Büromärkte sind London, Paris, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stockholm, Oslo, Brüssel, Amsterdam, Dublin, Mailand, Rom, Madrid, Barcelona, Lissabon, Budapest, Prag und Warschau.

Die Studie des Unternehmens JLL zeigt, dass der Markt in drei Arten von Nutzern flexibler Räume eingeteilt ist, beziehungsweise konservativ, experimentell und visionär.

Im Fall der konservativen Nutzer befindet sich in deren Portfolio ein geringer Prozentsatz solcher Räume und sie planen auch keine wesentliche Entwicklung in diesem Bereich.

Die experimentellen Nutzer verfügen über einen geringen bis mittleren Prozentsatz von bis zu 10% an flexiblen Räumen im Rahmen ihres Portfolios und planen die Erweiterung in den kommenden 3-5 Jahren.

Die Visionäre sind diejenigen, die am meisten dazu bereit sind, die flexiblen Räume zu nutzen. Diese haben klare und ehrgeizige Pläne zur weitgehenden Übernahme einer solchen Art von Räumen, die bis zu 20% der besetzten Fläche erreichen kann.

Es gibt allerdings eine Reihe von Barrieren, die die noch bedeutendere Entwicklung der flexiblen Räume begrenzen, und diese beziehen sich auf Bedenken hinsichtlich der Sicherheit, Vertraulichkeit der Informationen, sowie auch auf die kostenbezogenen Bedenken.

Auf ähnliche Risiken wird jedoch auch im Fall deren hingewiesen, die nicht dafür offen sind, diese Art von Arbeitsräume zu übernehmen, parallel zu den Risiken in Bezug auf die Heranziehung und Behaltung der Angestellten, sowie auch zum Risiko, als „veraltert“ wahrgenommen zu werden.

„Das Wachstum des Anteils der flexiblen Räume innerhalb des Bürobestands hat eine der größten Veränderungen des Immobilienmarkts, die ich jemals gesehen habe, zur Folge“, so der Bericht.

Weltweit gibt es mehr als 700 Anbieter von flexiblen Räumen, jedoch wird eine Konsolidierung unter diesen erwartet.

Aus Investitionssicht unterstreicht der JLL-Bericht, dass die flexiblen Räume neue Möglichkeiten für diejenigen bieten, die Innovation und Veränderung „umarmen“. Zudem meinen die JLL-Berater, dass dies ein Konzept ist, das sich weiterhin entwickeln wird, und das eine Auswirkung auf den europäischen Büroinvestitionsmarkt haben wird. Allerdings weisen sie darauf hin, dass die Investoren sich diesen Marktbereich genau anschauen und entscheiden müssen, welche die beste Strategie für sie ist, beziehungsweise ob sie die Gebäude an Betreiber flexibler Räume vermieten, oder ob sie den Mietern auf direkter Weise flexible Lösungen anbieten.

Romania
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