„Die Werftler in Gala?i werden sehr stolz sein die neue militärische Flotte Rumäniens zu bauen“

Interview mit Herrn René H. Berkvens, CEO Damen Group, Holland

Dr. Alex Todericiu

A.T.: 1893 wird in Galati „die Werft G. Fernic & Co“ gegründet. Mehr al 100 Jahre später, am 25. März 1999 wird Holland Damen Shipyards Group Mehrheitseigentümer an der Handelsgesellschaft Santierul Naval Galati AG. Die Tätigkeit in Rumänien der Firma, welche sie seit mehr al 14 Jahren führen, war nicht unbedingt der Aufmacher der rumänischen Presse gewesen da sie als eine der ersten erfolgreichen Privatisierungen im Lande in den 90-er galt. Dies umso mehr, wobei auch eine Straße in Galati den Namen des Firmeneigentümers, Kommer Damen, trägt. Bitte uns die rumänische success story der Damen Gruppe vorzustellen weil heute die meisten der Angestellten des Unternehmens Rumänen sind und somit die rumänische Sprache bei ihnen am meisten gesprochen wird.

R.H.B.: Unsere Zusammenarbeit mit der Werft in Galati hat in den 90er mit der Baubeauftragung für Frachtschiffkaskos begonnen, um die Möglichkeit einer gemeinsamen Kooperation zu testen. Somit, als 1998 der rumänische Staat die Privatisierung der Werft beschließt ist Damen schon vorbereitet, braucht nicht lange nachzudenken, beteiligt sich bei der Ausschreibung und erhält den Zuschlag. Trotz vieler Schwierigkeiten in der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Übergangszeit. Damen ist in Rumänien, beteiligt sich und beginnt eine Beziehung zu Rumänien aufbauen, mit Galati und der dortigen Gemeinde, mit der Werft. Nach der Werftübernahme haben wir die uns vorgegebenen Verpflichtungen nach der Privatisierung erfüllt und auch überschritten, somit die Nachrüstung der Werft durch Investitionen unternommen, um Teil der Abteilung für defence & security zu werden, die mindestens vorgesehene Anzahl von Arbeitsplätzen zu erhalten und die entsprechenden Gehälter zu sichern. Damen hat sich de facto den Erfordernissen Rumäniens innerhalb der allumfassenden Privatisierung der rumänischen Industrie angepasst, somit ist daraus eine Erfolgsgeschichte geworden, die zweite nach Dacia Renault, soviel uns bekannt. In der Zwischenzeit hat sich die Werft innerhalb der Gruppe Damen entwickelt und daraus ist ein Kompetenzzentrum für den Bau von Schiffen mit besonderer Bestimmung sowie aus dem Bereich defense & security geworden. Rumänien ist das Land mir der erheblichsten Produktion innerhalb der Gruppe, was die Ausstattungen und die Arbeitskräfte anbelangt und die rumänische Sprache ist die am meisten gesprochene.

2018 haben sie in Mangalia die größte Werft Rumäniens und aus Europa übernommen, ein Unterfangen welches über ein Jahr gedauert hat. Somit hält Damen die größte Schiffsproduktionskapazität in Rumänien die auch rentabel geführt muss. Der Investition – Expositionspegel ihres Unternehmens ist auch entsprechend hoch. Dessen ungeachtet haben sie den rumänischen Staat in keiner Weise davon abhängig gemacht, wie zum Beispiel über die Vergabe von Schiffsbauaufträge, einigen Pressebehauptungen entsprechend. Könnten sie uns die Strategie der Gruppe Damen vorstellen, welche eine so starke Beteiligung, einschließlich einer signifikanten sozialen Part, in der rumänischen Wirtschaft als Folge hatte?

Herrn René H. Berkvens, CEO Damen Group, Holland

Die Übernahme der operationellen Verantwortung bei der Werft in Mangalia entspricht dem seit langem gehegten Wunsch von Damen, Möglichkeiten für den Bau von größeren und vor allem breiteren Schiffen zu haben, wofür bei Damen in Galati keine erforderlichen Einrichtungen vorhanden sind. Die Werft in Mangalia soll somit in der Abteilung inkludiert werden welche sich den Bau von Schiffen für die Offshore-Nutzungseinrichtungen sowie Kreuzfahrtschiffe vornimmt. Ferner entwickeln wir ein Ausbildungs- und Schulungsprogramm, um die Angestellten in Mangalia auf den Bau dieser neuen Schiffe optimal vorzubereiten. Damen möchte die hoch ausgebildete und erfahrene Arbeitskraft der Werft behalten und gewährleistet die Arbeitsplätze sowie eine Erweiterung dieser. Das Ziel der Gruppe ist den unumstrittenen Erfolg der Werft in Galati fortzusetzen und das beträchtliche Potential der Werft in Mangalia zu entwickeln. Diese berufliche Vorgehensweise wird auch weiterhin für die Gemeinden wo unsere Gruppe aktiv ist, einen besonderen Wert haben.

In Rumänien findet derzeit ein wichtiges Akquisitionsprogramm für Militärtechnik statt, vorgesehen einschließlich für die militärische Marine. Die Firma Damen bewirbt sich für diesen Prozess und erfüllt die nicht verhandelbare Verfahrensbedingung vollständig: „industrial participation“. Können sie den heutigen Vorbereitungsgrad der Firma – welche sie führen – im Falle eines solchen wahrscheinlichen Vertragsablaufes beschreiben?

Nach 20jähriger Anwesenheit in Rumänien und der Nachrüstung der Werft in Galati, halten wir es für sehr wichtig dass wir ausführlich vorbereitet, am meisten vorbereitet sind, für den sofortigen Beginn, gleich ab dem zweiten Tag mit dem Vertragsablauf falls wir gewinnen. Wie schon erwähnt, haben wir in Galati nur komplexe Schiffe mit besonderer Zweckbestimmung sowie aus dem defens & security Bereich (graue Schiffe) gebaut sind, die einzige rumänische Werft welche sich damit in den letzten 20 Jahren brüsten kann. Darüber hinaus, führt die Schwesterfirma Marine Engineering Galati, gegründet durch Damen 2004 mit 150 angestellten Ingenieuren, den gesamten Entwurf von Militärschiffen der Gruppe durch. Die Werftler in Galati werden sehr stolz sein die neue Flotte für die militärische Marine Rumäniens bauen zu dürfen, nachdem sie bereits bei der Ausrüstung mehrerer Militärmarinen der Welt (13 Länder) mit in Galati gebauten Schiffen teilgenommen haben.

Entsprechend den uns bekannten Informationen, setzt der tatsächliche Arbeitsauftrag von Damen den Bau der „Schiffsplattform“ voraus, was etwa 20% aus dem Gesamtwert des Vertrages ausmacht. Der eigentliche Zweck dieses Projektes ist die Entwicklung einer furchteinflößenden Verteidigungskapazität Rumäniens und der NATO am Schwarzen Meer. Welche sind die von ihnen ausgewählten Partner für die Ausstattung der Schiffe mit Kampfeinrichtungen und warum haben sie diese ausgewählt?

Wie sie informiert sind, ist der nutzbringende Teil, wofür Damen zuständig ist, die „Schiffsplattform”, welche wir uns vornehmen in Galati anzufertigen. Im Anschluss daran werden auf sie die Waffensysteme aufgestellt. In der militärischen Gemeinschaft, zuallererst zählen die Waffensysteme weil die Rüstungsprogramme sich die Beschaffung von Abwehrkapazitäten vornehmen und nicht den Erwerb eines „einfachen Motorbootes”. In diesem Sinne glauben wir für die Sicherheitslage am Schwarzen Meer uns ist die beste Partnerschaft zwischen einer schwimmenden Plattform des Typus Korvette und die höchst furchteinflößende Waffensysteme gelungen, geliefert durch die wichtigsten Vertreter der Verteidigungsindustrie der Vereinigten Staaten von Amerika: Boeing, Raytheon und General Dynamics. Diese Auswahl hat auch eine Reihe von politisch-strategischen Überlegungen in Betracht gezogen, überwiegend in der NATO – Charta (Art. 5) vertraglich vereinbart, betreffend dem NATO – Partner auf den die rumänische militärische Marine bei Bedarf zählen kann. Zusätzlich wurden auch militärtechnische Aspekte der sog. commonality zwischen den Waffensystemen berücksichtigt, insbesondere mit der VI Flotte der US Navy und den Führungsstab von EUCOM und AFRICOM. Diese Partnerschaft fußt auch auf eine jüngste gemeinsame Arbeitserfahrung mit US defence industry beim Ausstattungsprojekt der Mexikanischen Militärmarine, welches mit dem rumänischen sehr, sehr ähnlich ist, somit eine wichtige Arbeitsreferenz für das rumänische Projekt bildet.

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