Ein unternehmerorientierter Bürgermeister zu sein, bedeutet Vison und Mut zu haben

Interview mit Cristian Macedonschi, Stadtrat des DFDR und Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in Kronstadt

Bei den letzten Wahlen wurden Sie zum Gemeinderat gewählt. Welche Projekte haben Sie in dieser Zeit durchgeführt?

Obwohl ich nie Teil der Mehrheitsfraktion im Stadtrat von Kronstadt war, habe ich auf die öffentliche Agenda der Kronstädter und ihrer Vertreter Themen von großem Interesse setzen können; ich habe Veranstaltungen organisiert, die Kronstadt in internationalem Rahmen bekannt gemacht haben, zugleich konnte ich Lobby machen für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und mich für die Bekämpfung der Korruption einsetzen.

Unter den von mir vorgeschlagenen oder unterstützten Initiativen befinden sich die Finalisierung des Flughafens – ein Projekt an dem ich gegenwärtig arbeite; ich suche ohne Unterlass ausländische Handelspartner aber auch die besten Lösungen für die Umsetzung des Projektes. Ferner sind zu erwähnen die Restaurierung des historischen Zentrums von Kronstadts, die Förderung und der Ausbau der Möglichkeiten im Berufsschulwesen auf hohem Niveau, die Verhinderung des Straßen- und Tunnelbauprojekts im Naherholungsgebiet „Hinter der Graft“ („Dupa Ziduri“), der stetige Einsatz für die Sicherheit und die Effizienz des Straßenverkehrs, etwa durch die Erarbeitung und Einbringung von konkreten Vorschlägen in den Nachhaltigen Mobilitätsplan von Kronstadt. Es ist mir schnell bewusst geworden, dass eine zivilisierte Stadt eine saubere Stadt bedeutet, so dass ich mich in die Reinigungsaktionen in den Naherholungsgebieten „Hinter der Graft“ und „Unter der Zinne“ eingebracht habe. Stets habe ich mich gegen die Korruption in der Kronstädter Verwaltung gestemmt und habe mich an Erfolgsmodellen im Ausland orientiert, so habe ich mich etwa für die Voranbringung der Städtepartnerschaft zwischen Kronstadt und Nürnberg voll eingesetzt. Ich habe alles daran gesetzt, dass Kronstadt in die engere Auswahl für die Austragung der Olympischen Jugendwinterspiele 2020 kommt; dasselbe gilt auch für das Rennen um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt für Kronstadt, da ich sehr zur Kultur Kronstadts stehe und zu all jenen, die diese begründet haben. Stets habe ich mich unvoreingenommen zu Wort gemeldet, selbst wenn dies bedeutete, dass ich mich gegen den gesamten Stadtrat stellen musste, um meine Sichtweise, meine Argumente zum Ausdruck zu bringen, da ich meine Aufgabe darin verstanden habe, die Kronstädter und ihre Anliegen in diesem Gremium auch tatsächlich zu vertreten.

An Veranstaltungen, bei denen ich mich voll eingebracht habe, möchte ich an erster Stelle das Oktoberfest erwähnen, in das ich seit der ersten Ausgabe 2009 maßgeblich impliziert bin, ferner das Turnier der Burgen Kronstadts, schließlich die zahlreichen Tourismusmessen, an denen ich teilgenommen habe (u.a. London, Warschau, Berlin), um Kronstadt als Reiseziel zu promoten. Als Erfolg dieses Einsatzes kann die Anzahl von einer Million Touristen aus dem In- und Ausland gelten, die 2015 Kronstadt besucht haben. Diese schöne Zahl wäre wohl nicht zu erreichen gewesen, wenn ich als Vorsitzender des Vereins für die Entwicklung des Tourismus in Kronstadt (APDT) nicht stets das Ziel verfolgt hätte, Kronstadt im Maße seines tatsächlichen Potentials auch authentisch zu vertreten. Abschließend möchte ich erwähnen, dass ich auch Mitglied des Deutschen Wirtschaftsclubs bin, meine Bekanntheit daher auch dafür einsetze, um ausländische Investoren für Kronstadt zu interessieren und hier anzusiedeln, damit unser Kronstadt in seiner multikulturellen Vielfalt erneut ein europäischer Bezugspunkt wird.

7.57% der Kronstädter haben 2012 bei den Kommunalwahlen ihr Vertrauen in das Team des Deutschen Demokratischen Forums zum Ausdruck gebracht – ein Team, ohne das ich die Projekte für die Stadt nicht hätte umsetzen können. Wir vertrauen darauf, dass wir nicht enttäuscht haben und hoffen daher, dass mehr und mehr Kronstädter sich uns anschließen, uns im bevorstehenden Wahlkampf unterstützen, damit wir die Grundlagen für unser gemeinsames Projekt legen können: das europäische Kronstadt.

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Welche ist die Rolle eines „unternehmerorientierten Bürgermeisters“? Wie gedenken Sie, die Probleme der Stadt unter diesem Aspekt anzupacken?

Ein unternehmerorientierter Bürgermeister zu sein, heißt in erster Linie Vision und Mut zu haben. So wie ein aufrichtiger Unternehmer seine Ressourcen sorgfältig organisiert und seine ganze Energie ins Geschäft investiert, so muss ein unternehmerischer Bürgermeister immer das Gleichgewicht zwischen Ausgaben und Einnahmen finden. Als “Ausgaben” gelten sowohl das Geld aus dem Haushalt, als auch das Vertrauen der Menschen, das, nachdem die „Investition“ erfolgt ist, geschätzt und verwertet werden muss. Die „Einnahmen“ sind der gute Betrieb in jeder Hinsicht von all dem, was zu einer kompetenten lokalen Verwaltung gehört: angefangen mit der Infrastruktur der Stadt, bis hin zu Chancenverwertung im wirtschaftlichen Leben, öffentlichen Dienstleistungen, Umwelt und vieles andere. Der „Gewinn“ besteht schließlich im Wohlbefinden der Menschen in jeder Hinsicht und in der realen Hoffnung auf eine gute und sichere Zukunft.

Wesentliche Themen, die von besonderem Interesse für die Kronstädtersind (der Flughafen, die Bedingungen in den Krankenhäusern, ein neues Gebäude für das Staatsarchiv), liegen, zumindest auf einen ersten Blick, nicht im Kompetenzbereich des Bürgermeisteramts. Sie haben jedoch zahlreiche Versprechen diesbezüglich formuliert. Wie gedenken Sie, diese Versprechen als Bürgermeister dennoch umzusetzen?

Ich bin fest davon überzeugt, dass Lösungen immer einfacher sind, als man denkt, solange man nur tatsächlich daran interessiert ist, ein Problem zu lösen. Aber, um die Frage zu beantworten, möchte ich einige der von Ihnen genannten Punkte detaillierter aufgreifen. Der Flughafen Kronstadt befindet sich bereits in der Zuständigkeit des Bürgermeisteramts, da am Anfang dieses Jahres, auf meinem Vorschlag hin, eine öffentlich-öffentliche Partnerschaft zwischen dem Kreisrat und dem Stadtrat unterzeichnet wurde, so dass sich beide Seiten in die Finalisierung dieses Projektes einbringen können, mit all dem, was dazu gehört: Abschluss der Bauarbeiten, die Gewährleistung des flughafentypischen Dienstleistungsangebotes, Gewährleistung adäquater Verkehrsverbindungen zum Flughafen und zughörige Transportmittel, die Unterzeichnung von Partnerschaften mit großen Flughäfen in Europa und die effiziente Verwaltung des Flughafens. Dies ist die Grundlage, die es mir ermöglicht, mit Vertrauen über den Flughafen Kronstadt zu sprechen und meiner Entschlossenheit Ausdruck zu verleihen, dass seine Inbetriebnahme eine oberste Priorität für den Fall darstellt, dass ich zum Bürgermeister von Kronstadt gewählt werde.

Bezüglich der Verbesserung der Bedingungen in den Krankenhäusern unterstütze ich alle Aktion, die dies bezwecken, und alle Lösungsvorschläge, die entwickelt werden und bei denen die Stadtverwaltung sich einbringen kann. Die Initiative der Zivilgesellschaft „Das neue Krankenhaus für Kronstadt“, die Herrn Dumitru Prunariu als Ehrenpräsidenten hat und sich für den Bau eines neuen, modernen Krankenhauses einsetzt, das wir so sehr benötigen, unterstütze ich zu 100%.

Ein neues Gebäude, das die besten Bedingungen für das Staatsarchiv gewährleistet, ist eine Notwendigkeit, die uns erlauben wird, diese Einrichtung aus der Schmiedebastei umzusiedeln und die Bastei, in den touristischen Kreislauf wiedereinzugliedern durch ein innovatives Museumkonzept. Alle diese Dinge können wir durch ernsthafte, langfristige Partnerschaften mit allen implizierten Institutionen erreichen. Ein anderes, bereits in Diskussion stehendes Beispiel ist die Errichtung eines Interaktiven Luft- und Raumfahrtzentrums, im ehemaligen Hangar 1 der Flugzeugfabrik IAR in Kronstadt. Diese Anstrengungen erfolgen desgleichen mit der Unterstützung von Dumitru Prunariu, aber auch durch die Einbeziehung des Transilvania Aerospace Clusters und des Coresi Business Parks.

Ich möchte nochmals auf das Thema Flughafen zu sprechen kommen, das viele Kronstädter mit Cristian Macedonschi in Verbindung bringen. Warum ist dieses Projekt ein durchführbares Projekt und nicht nur ein simples Wahlversprechen?

Für den Flughafen Kronstadt unternahm ich bereits in meinem ersten Jahr als Stadtrat Aktionen und unterstützte die Idee, da ich das darin liegende Potenzial voll erkannt habe und weil es mir bewusst ist, dass darin viele Vorteile für Kronstadt ruhen, so wie bei anderen europäischen Beispielen auch. Im Jahre 2012 habe ich den Besuch des Kreisratsvorsitzenden, Herrn Aristotel C?ncescu, beim Flughafen Wien vermittelt, wo das Projekt des zukünftigen Kronstädter Flughafens präsentiert wurde und wo eine mögliche Beteiligung der österreichischen Seite an der Verwaltung des Kronstädter Flughafens besprochen wurde. Seitdem wurden die Gespräche für die Realisierung verschiedener Partnerschaften fortgeführt, inklusive mit Städten wie Salzburg oder München. Im Jahr 2014 habe ich die Fertigstellung des Flughafens zu einem politischen Ziel erhoben, dem ich mich vollständig verschrieben habe, wobei die Landepiste noch in demselben Jahr fertiggestellt wurde. Es war meine Überzeugung, dass wir nicht länger von einem Projekt auf dem Papier sprechen, sondern, dass wir in die Zukunft blicken müssen und eine Finalisierungs- und Werbungsstrategie aufbauen müssen, wie auch eine Strategie für die Einbeziehung des Flughafens in die wirtschaftlichen Entwicklungspläne der Stadt. Der Weg zum Flughafen war 2015 Teil meiner Ergänzungsvorschläge für den Nachhaltigen Mobilitätsplan von Kronstadt. Im selben Jahr wurde mir von Experten des Münchner Flughafens bestätigt, dass Kronstadt „ein wichtiger Knoten für Luftverkehr werden kann.“

Am Anfang des Jahres 2016 habe ich einen 6-Punkte-Plan entwickelt, durch den ich aufzeige, dass Kronstadt die „Wirtschaftliche Hauptstadt Rumäniens“ werden kann. Es gibt bereits alle Voraussetzungen und Bedingungen, damit dieses Ziel Wirklichkeit werden kann, mit der Ausnahme eines betriebsfertigen Flughafens. Deswegen bezieht sich der erste Punkt dieses Planes auf den Abschluss der Bauarbeiten am Flughafen des Kronstadt-Ghimbav, und zwar sowohl für Passagiere, als auch für Cargo. Unzählige Debatten sind mit dem Flughafen verbunden, klar ist aber auch, dass wir durch diesen Plan in Kürze zwei große Ziele erreichen können: das Verdreifachen der Touristenzahl von einer Million (die übrigens bereits 2015 aus Kronstadt die touristische Hauptstadt Rumäniens gemacht hat) auf drei Millionen und das Anziehung von Investitionen in Hotels, Gasthäuser und touristische Infrastruktur; ferner wird die Entwicklung Kronstadts zu einem Logistikzentrum im Herzen Rumäniens, durch das Cargo-Angebot des Flughafens den Warenaustausch mit Ländern der EU, wie auch mit großen Wirtschaftskräften außerhalb der EU, wie die Türkei, China, Südkorea, Indien oder Israel, ermöglichen.

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Wie werden Sie sich darüber hinaus in die wirtschaftliche Entwicklung Kronstadts einbringen?

Es ist für alle klar, dass sich eine transparente Stadtverwaltung und verantwortungsvolle Investitionen in die Infrastruktur einer Stadt und in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung widerspiegeln. Allerdings geht meine Vision einen Schritt weiter und ich habe konkrete Projekte entwickelt, durch die die Wirtschaft der Stadt unterstützt werden kann, die sich derzeit auf Industrie und IT stützt. Eines dieser Projekte ist die Errichtung eines Industrieparks, nach dem Modell Hermannstadts, das das Wachstum und die Diversifizierung der wirtschaftlichen Tätigkeiten in der Stadt fördert. Um den Bereich der Technologie zu unterstützen, habe ich mir den Bau eines Zentrums für Ausstellungen und Kongresse vorgenommen, in Verbindung mit einem IT-Hub auf der ehemaligen Plattform des Werkes “Rulmentul”, durch das Unternehmen unterstützt werden, Erfahrung auszutauschen und neue, innovative Ideen zu fördern. Die Wiederbelebung der industriellen Bereiche, die in Kronstadt verloren gingen, wird mit der Entwicklung eines Logistikzentrums auf der Plattform der CET Bra?ov fortgesetzt, das die Stadt in eine attraktive wirtschaftliche Destination verwandeln wird, vor allem durch die Lage der Stadt im Zentrum des Landes und durch die sich entwickelnde Infrastruktur. Aus meiner Sicht werden diese Art von Initiativen zur Schaffung neuer, moderner und gut bezahlter Arbeitsplätze führen, und Kronstadt zu einer tatsächlichen wirtschaftlichen Kraft, um nicht Macht zu sagen, verwandeln. Dies wiederum erhöht die Attraktivität für Investoren. Auf diese Weise wird Kronstadt eine Stadt mit steigenden Haushaltseinnahmen, was uns wiederum erlauben wird, viele andere Projekte für einen guten Lebensstandard umzusetzen.

Als Bürgermeister Kronstadts werden Ihnen weit mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um den Tourismus zu fördern, als aus der Position des APDT-Vorsitzenden. Welche sind Ihre Ziele diesbezüglich?

Wenn ich durch die APDT Kronstadt die Mittel für die Förderung des Tourismus in der Region zur Verfügung hatte, werde ich als Bürgermeister alle notwendigen Mittel zur Verfügung haben, durch die man den Touristen die besten Bedingungen für einen Aufenthalt in der Stadt bieten kann: Mobilität zu europäischen Standards, gut erhaltene Sehenswürdigkeiten, jede erdenkliche Unterstützung. In meinem Wahlprogramm gibt es 30 Initiativen, um den Tourismus und die kulturelle Entwicklung der Stadt zu fördern, von denen ich nur 5 erwähnen werde. 1) Die Restaurierung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kronstadt, wie das Schloss am Schlossberg, sobald die Verwaltungskompetenz desselben geklärt ist. Für diese Sehenswürdigkeit gibt es ein modernes Konzept mit Museen, kulturellen Räumlichkeiten und Räumlichkeiten für besondere Veranstaltungen (gastronomische Veranstaltungen, Wettbewerbe usw.) – ganz orientiert am Modell Salzburgs. 2) Die Verwandlung der Katakomben im Naherholungsgebiet „Hinter der Graft“ (Dup? Ziduri) in einen Attraktionspunkt, eine Gedenkstätte und ein Dokumentationszentrum über die Geschichte Kronstadts während der zwei Weltkriege und der Revolutionen. Dieser Raum kann als Museum der Aufstände, Revolutionen und Kriege entwickelt werden; 3) Das Schaffen eines Systems virtueller und physischer Touren für Touristen, aufgeteilt in verschiedene Interessenbereiche, das auch Online-Plattformen, Informationszentren, Freizeitmöglichkeiten einschließt; 4) Das Schaffen von Manager-Stellen für die öffentliche Verwaltung des Historischen Zentrums von Kronstadt und des touristischen Zentrum „Schulerau“ (Poiana Bra?ov), in dessen Kompetenzen die Verwaltung des Patrimoniums und die Organisation von periodisch stattfindenden Veranstaltungen fallen wird; 5) Die Einführung von “Tourist-Taxi”-Zulassungen für Taxifahrer die bereit sind, bezahlte Leistungen als Fremdenführer zu bieten, nach erfolgter Zulassung in diesem Sinne. Mangel an Ideen gibt es also keinen – wir brauchen nur politischen Willen und etwas mehr Verantwortung dafür.

Für die Kronstädter ist es sehr wichtig, die saubere Luft und das grüne Erscheinungsbild der Stadt zu erhalten. Wie werden Sie diese Thematik angehen?

Aus Kronstadt eine grüne Stadt zu machen ist eines der wichtigsten Ziele meines Wahlprogramms, dem ich ein gesamtes Kapitel gewidmet habe. Eine grüne Stadt ist eine Stadt in der das Bürgermeisteramt keine Entscheidungen trifft, ohne die Umwelt in Betracht zu ziehen. Um eine grüne Stadt zu schaffen muss jeder Bürger mit beitragen, wobei Unterstützung der lokalen Behörden hinzuzukommen hat. Ich möchte hier einige Projekte aufzählen, die Kronstadt als grüne Stadt erhalten werden: 1) Die Schaffung eines Unterstützungsprogramms für die Eigentümervereine, für die Schaffung von Grünflächen rund um die Wohnblocks; 2) Die Erweiterung des Netzes der Fahrradwege und des Bike-Sharing-System. Die Förderung des Fahrradverkehrs unter sicheren Verkehrsbedingungen; 3) Die Schaffung eines grünen Ringes rund um Kronstadt, der das gesamte Historische Zentrum umgeben soll – es wird die “Untere Burgpromenade” unter der Zinne einbeziehen, das Naherholungsgebiet „Hinter der Graft“ mit der Zinne verbinden. Dieser Ring wird an der Fußgängerzone der Purzengasse (Republicii) vorbei gehen, vor das Rathaus, durch den Nicolae-Titulescu-Park führen und bis hinter die Forstfakultät reichen. Dieses grüne Konzept wird ein Anziehungspunkt für Fußgänger – Kronstädter und Touristen – sein, aber vor allem ein Erholungsgebiet für alle, die Sport treiben oder sich nur entspannen wollen. 4) Die Anziehung von Investitionen in regenerierende Energien und die Ermutigung der Bevölkerung und der Unternehmen alternative Energiequellen zu benutzen, mit dem Ziel die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren; 5) Die Schaffung eines neuen Recycling-Zentrums außerhalb der Stadt, das die Selektierung und Verbrennung von Abfällen gewährleistet, zu denen Bürger und Unternehmen individuellen Zugang haben, ohne auf Mittlerdienste angewiesen zu sein, wie etwa den Firmen die gegenwärtig die Öko-Deponie betreuen – kostenlos, nach deutschem Modell.

Auch hier wird unser politischer Wille ausschlaggebend sein. Um eine saubere Stadt zu haben, sind nicht einmal erhebliche Investitionen nötig, sondern nur Initiative, Vision und Sorge um die Zukunft unserer Kinder.

Was motiviert den Kandidaten Cristian Macedonschi, auf persönlicher Ebene, Bürgermeister der Stadt zu werden?

Als ich nach der Revolution 1989 die Stadt verlassen habe, wusste ich, dass ich wiederkehren werde, was nach kurzer Abwesenheit auch eingetreten ist. Ich bin ein echter Kronstädter, bin in der Dampfbadgasse (str. Bailor) in der Oberen Vorstadt (?cheii Bra?ovului) aufgewachsen und ich bekam eine deutsche Ausbildung hier in der Stadt, wo ich heute weiß, dass ich viel mehr tun kann, als nur resigniert Zeuge von mangelhaften politischen Konzepten und ihrer Umsetzung in Kronstadt zu sein. Die Stadt hat sich immer schon Dank der Menschen entwickelt, die gute Bürger waren, Respekt für ihr Erbe gezeigt haben und Visionen für die Zukunft entwickelt haben. Ich weiß, dass mein Platz in ihrer Mitte ist und es wird mir eine Ehre sein, sie zu vertreten und gemeinsam mit ihnen ein Kronstadt zu schaffen, das eine Referenzadresse in Rumänien und Europa sein kann.

Ich möchte als Bürgermeister kandidieren, da ich eine feste Bindung an diese Stadt habe, der Stadt, in der ich heute meinen Sohn großziehe, und weil ich das enorme Entwicklungspotenzial erkennen kann. Bereits als Student habe ich Unternehmergeist bewiesen, ich schuf sowohl in Deutschland als auch in Rumänien Arbeitsplätze und bin ein guter Manager der Unternehmen, die ich führe. Ich bin daher zuversichtlich, dass ich Kronstadt, die Stadt an der meine Seele hängt, mit Erfolg führen werde; der Stadt, in der wir zusammen arbeiten für einen besseren Lebensstandard und für eine Verbesserung auf allen Ebenen des öffentlichen Wohls.

ein Interview von Ioan Dornescu

Selgrosrot
Romania
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