Europäische Kommission: Litauen kann in 2015 in die Eurozone einsteigen

oli rehn
Olli Rehn, EK VP für für Wirtschaft und Währung

Die Europäische Kommission hat den Konvergenzbericht 2014 veröffentlicht, in dem sie die Aussichten von acht Mitgliedstaaten auf Einführung des Euro bewertet. Diese Länder haben auf dem Weg zur Einführung des Euro unterschiedliche Fortschritte zu verzeichnen, wobei Litauen mit der Erfüllung der Konvergenzkriterien ein besonders gutes Ergebnis erzielt hat.

Nach Ansicht der Kommission sollte der EU-Ministerrat daher einen Beschluss über die Aufnahme Litauens in das Euro-Währungsgebiet zum 1. Januar 2015 fassen. Eine endgültige Entscheidung wird der Rat in der zweiten Julihälfte treffen, sobald die EU-Staats- und Regierungschefs das Thema auf der Tagung des Europäischen Rates am 26. und 27. Juni erörtert haben und auch das Europäische Parlament eine Stellungnahme abgegeben hat.

Olli Rehn, Kommissionsvizepräsident für Wirtschaft, Währung und den Euro zuständige: „Dass Litauen nun die Voraussetzungen für die Einführung des Euro erfüllt, ist das Ergebnis einer langjährigen umsichtigen Haushaltspolitik und wirtschaftlicher Reformen. Durch diese Reformen, die auch durch den EU-Beitritt Litauens vor zehn Jahren vorangetrieben wurden, ist der Wohlstand des Landes auf bemerkenswerte Weise gewachsen: Während das Pro-Kopf-BIP im Jahr 1995 nur bei 35 % des Durchschnitts der EU-28 lag, wird es im Jahr 2015 voraussichtlich 78 % erreichen.

Die Teilnahme an der Wirtschafts- und Währungsunion ist nach wie vor ein erstrebenswertes Ziel. Der Euroraum verfügt heute über eine wirksamere wirtschaftspolitische Koordinierung, ein robustes finanzielles Sicherungssystem zum Schutz der Stabilität und seit diesem Jahr auch über eine Bankenunion. Litauen hat sich verpflichtet, an all diesen Elementen teilzunehmen und sie weiter zu stärken. Dank der Anstrengungen der letzten fünf Jahre sind wir heute weit besser für stürmische Zeiten gerüstet als zu Beginn der Krise.“

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