Rumänien: Erdgasimporte fallen unter 10 Prozent

Foto: www.gov.ro
Foto: www.gov.ro

Während Russlands größter Erdgaslieferant der benachbarten Ukraine den begehrten Treibstoff nur noch gegen Vorauszahlung liefern möchte, hat es Rumänien viel leichter. Der Anteil der Importe ist in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen. In diesem Jahr fiel der Anteil der Importe zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte des Landes unter 10 Prozent.

Die rumänische Energiemarkt-Regulierungsbehörde ANRE hat für April dieses Jahres einen Importanteil von 6,5 Prozent für die Industrie und von zwei Prozent für die Privathaushalte errechnet. Rumänien blickt denn auch völlig entspannt in die nächste Zukunft. Laut Energieminister R?zvan Nicolescu übertrifft die Binnenproduktion derzeit die Nachfrage. Doch – wie lange noch?

Die beiden Erdgasförderer Petrom und Romgaz haben zusammen in den vergangenen Jahren ziemlich konstant etwa zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert. Wird dieser Rhythmus beibehalten, gehen in etwa zehn Jahren die bekannten Erdgasvorkommen zu Ende. Neue Erdgasvorkommen wurden bisher nicht entdeckt, es bestehen aber Vermutungen. Bis die bekannten Vorkommen erschöpft sein werden, kann Rumänien aber kräftig sparen.

Durch die gesunkene Nachfrage hat sich die Rechnung für russisches Erdgas im vergangenen Jahr halbiert im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Boomjahr 2008 ist der Erdgasverbrauch um acht Prozent zurückgegangen. Allein die Industrie verbraucht 15 Prozent weniger Erdgas als im Vorjahr. Zu den größten industriellen Erdgas-Konsumenten zählt die Metallbranche. Die aber ist fast vollständig in russischer Hand und wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgefahren. So kontrollieren Russen den Import und auch den industriellen Konsum von Erdgas.

Kremsmuellerrot

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

Romania
Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Energie-Exporte vervierfachten sich

Der Energie-Endverbrauch ist im ersten Quartal um 0,9 Prozent gesunken, im Vergleich zum Vorjahresquartal, wie das Nationale Statistikamt INS meldete....

Schließen