Start des Börsenjahres: Es kann nur besser werden

Das Börsenjahr 2016 startete denkbar schlecht für die ausländischen Aktienmärkte. Politische Spannungen zwischen Saudi Arabien und dem Iran, europäischen Streitthemen wie Flüchtlingskrise (Deutschland), Terror-Angst (Frankreich), Brexit (Großbritannien) und Rechtsstaatlichkeit (Polen, Ungarn) – und dann noch der Rückgang zum 10. Mal in Folge des Industrieoutputs der chinesischen Wirtschaft.

Kein Wunder, dass es an der Bukarester Börse BVB nicht anders lief als in Frankfurt, Paris oder New York. In den ersten Wochen dieses Jahres schien die BVB komplett im Bann der ausländischen Börsen zu stecken. 3,7 Prozent betrug der durchschnittliche Verlust der Indizes in der ersten Handelswoche. In der darauf folgenden Woche stiegen die Verluste sogar, der Durchschnitt lag bei 5,6 Prozent. Die Marktkapitalisierung ging von 31,7 auf 28,9 Milliarden Euro zurück. Einzeln betrachtet lagen die Verluste der Indizes zwischen 2,2 und 7,13 Prozent.

In den ersten beiden Handelswochen belasteten Banken- und Energieaktien den Markt. Bei den Bankaktien lagen die Verluste zwischen 0,48 Prozent (BCC) und 7,1 Prozent (BRD). In der zweiten Woche verschoben sich die Verluste leicht, BCC-Aktien verloren 7,3 Prozent, TLV-Papiere (TLV) nur 2,2 Prozent.

Energiewerte litten unter der anhaltenden Schwäche des Erdölpreises. Niedrige Energiepreise lassen die Einkünfte versiegen, die Gewinne schmelzen. Hält die Preisschwäche an – und vieles deutet darauf hin – werden auch Investitionen zurückgehalten. Damit werden weitere Industriezweige gefährdet. Die Verluste der rumänischen Energie-Aktien lagen in der ersten Woche zwischen 0,3 (TEL) und 4,8 Prozent (SNP). In der Woche darauf 1,4 (PTR) und 8,3 Prozent (RRC).

Sowohl Bank- als auch Energieaktien zeigten in den ersten beiden Handelswochen dieses Jahres: Es kann nur besser werden.

von Markus Kleininger

Romania
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