Unternehmen erwarten starke Umsatzeinbußen

Starke Umsatzeinbußen und eine wirtschaftliche Erholung frühestens 2021. Das zeigt die aktuelle Sonderumfrage der AHK Rumänien unter den deutschen Unternehmen in Rumänien.

Der Großteil der befragten Unternehmen erwartet einen Umsatzrückgang zwischen 10% und 25%. Auch sind über 24% der Meinung, dass ihre Umsätze als Folge der Corona-Pandemie sogar um mehr als 25% zurückgehen werden. Die Rückkehr zur geschäftlichen Normalität wird erst nächstes Jahr eintreten und somit später als erwartet.

Obwohl inzwischen viele Beschränkungen aufgehoben wurden und zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen für die Ankurbelung der Wirtschaft angekündigt wurden, sind die Unternehmen weiterhin besorgt. Am meisten bereiten ihnen die verminderte Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen (64%) und die Reiseeinschränkungen (über 61%) Sorge, aber auch die Verschiebung oder Streichen von Investitionen 55% stellen zahlreiche Unternehmen vor großen Herausforderungen. Als Risikofaktoren gelten zurzeit die politischen Rahmenbedingungen (über 68%) und die fehlenden Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen (über 58%).

Das alles zeigt, dass die meisten Unternehmen verunsichert sind und eine Rückkehr zur Normalität dringend notwendig ist. Deshalb hoffen wir, dass der von der Regierung vorgestellte Plan für Investitionen und wirtschaftliche Erholung (Plan national de investitii si relansare economica) auch schnell umgesetzt wird. Unter den angekündigten Maßnahmen ist auch die Unterstützung für flexible Arbeitszeiten vorgesehen. „Das haben wir, die deutsche Business-Community, bereits seit Anfang der Krise gefordert. Wir bestehen weiterhin dringend auf die Implementierung dieser Maßnahme, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben und die Auswirkungen der aktuellen Pandemie auf den Arbeitsmarkt so gering wie möglich bleiben”, so Sebastian Metz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AHK Rumänien.

Auch an Investitionen denken zurzeit die wenigsten, wie die Umfrage zeigt. Die Ausgaben für Investitionen werden geringer ausfallen als vor der Krise geplant, sagen 67% und nur 4,5% der Befragten rechnen mit höheren Investitionsausgaben. Was die Beschäftigtenzahlen betrifft, ist die Hälfte der Meinung, dass sich diese nicht ändern werden, 46% behaupten, dass die Anzahl der Mitarbeiter zurückgehen wird.

Über die Umfrage

Die Umfrage wurde in der Zeitspanne 15. – 26. Juni 2020 durchgeführt. Es haben 89 Unternehmen aus Rumänien teilgenommen, die meisten aus der Industrie (48,3%), gefolgt vom Dienstleistungssektor (19%), der Baubranche (11%) und dem Handel (8%). Hier finden Sie die kompletten Ergebnisse.

Über die AHK Rumänien

Die im September 2002 gegründete AHK Rumänien zählt rund 600 Mitgliedsunternehmen und bietet Unternehmen eine wichtige Networking-Plattform für Erfahrungs- und Informationsaustausch.

Mit ihrem Leistungsangebot und ihren Veranstaltungen unterstützt sie aktiv deutsche Unternehmen bei ihrem Markteintritt und Standortaufbau in Rumänien und ist zugleich ein Partner für rumänische Unternehmen mit Interesse am deutschen Markt. In Rumänien widmet sich die AHK Rumänien aktiv der Implementierung eines Berufsbildungssystems nach deutschem Vorbild und betreibt eine eigene GreenTech Initiative, econet romania, sowie ein eigenes Ständiges Schiedsgericht.

Weitere Informationen unter www.ahkrumaenien.ro. Sie finden uns auch in den sozialen Medien, auf Facebook und LinkedIn / ahkromania.

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