Fast 20.000 Insolvenzen im vergangenen Jahr

Donnerstag, 26. Januar 2012

Genauer genommen meldeten 2011 insgesamt 19.651 Unternehmen Insolvenz an, wie die Nachrichtenagentur Mediafax unter Berufung auf das rumänische Handelsregister ONRC meldete. Das sin 10 Prozent weniger Fälle als 2010, als 21.500 Unternehmen Insolvenz angemeldet hatten. Die meisten Fälle von Insolvenz wurden in der Hauptstadt Bukarest verzeichnet, insgesamt 1.880. Der nordwestrumänische Landkreis Bihor folgt an zweiter Stelle mit 1.320 Fällen. Den dritten Platz nimmt im Osten des Landes Constanţa ein, mit 1.304 Insolvenzfällen. Erfreuliches Schlusslicht bildet der Landkreis Mureş mit nur 54 Insolvenzen. Wie das Handelsregister weiter meldete, wurden im vergangenen Jahr mit 21.221 Fällen 86 Prozent weniger Fälle von Einstellungen der Geschäftstätigkeit registriert als im Jahr zuvor (66.420 Fälle).

Foto: Gerd Altmann/Carlsberg1988 / pixelio.de

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Präsident schwört Rumänen auf Zukunft ein

Donnerstag, 26. Januar 2012

Staatspräsident Traian Băsescu meldete sich am Mittwochabend zum ersten Mal öffentlich zu Wort seit Beginn der täglichen Proteste im ganzen Land gegen die Sparpolitik und gegen seine Person. Dabei schwor er die Rumänen auf Einigkeit und auf die Zukunft ein. Man wisse, wo man stünde, man wisse wohin man gelangen werde. Er räumte ein, dass das Land eine Krise durchquere, beteuerte aber, dass Rumänien viel besser vorbereitet sei, diese zu meistern. Er verwies dabei auf die Märkte außerhalb der Euro-Zone, die – seiner Meinung nach – im Falle einer Rezession in der Euro-Zone als zukunftsträchtig gelten. Politisch holte Băsescu gegen die gesamte Politik, aber vor allem gegen die Opposition aus. Gleichzeitig räumte er als Fehler lediglich ein, in einer TV-Debatte mit dem Arzt Raed Arafat telefonisch eingegriffen zu haben. Das Streitgespräch um die geplante Gesundheitsreform hatte zum Rückzug von Arafat geführt und danach zu Sympathiekundgebungen für den beliebten Arzt. Derweil laufen die Protestaktionen bereits seit 13 Tagen.

Foto: Administraţia Prezidenţială

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Sondersitzung des Parlaments wegen Protesten

Montag, 23. Januar 2012
In Bukarest beginnt heute eine Sondersitzung des rumänischen Parlaments zum Thema der jüngsten Proteste. Die sozialdemokratische und nationalliberale Opposition kündigte an, den Rücktritt der Regierung und Neuwahlen zu fordern. Am kommenden Dienstag soll dann eine feierliche Sitzung die Vereinigung Rumäniens stattfinden. Eigentlich herrschen derzeit bis zum 1. Februar parlamentarische Ferien. Die Regierungskoalition fordert die Opposition konstruktiv an der Findung von Lösungen zu den von der Wirtschaftskrise verursachten Problemen mitzuwirken. Derweil gingen am vergangenen Wochenende die Proteste gegen die Sparpolitik der Regierung vor allem in der rumänischen Hauptstadt weiter. Die Protestler, einige Hundert, forderten erneut den Rücktritt der Regierung und des Präsidenten.

Foto: www.cameradeputatilor.ro

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Erheblich mehr Erdgas importiert im vergangenen Jahr

Montag, 23. Januar 2012
Rumänien importierte in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres um 47,5 Prozent mehr Erdgas als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies gab das rumänische Statistikamt INS bekannt. Die Menge an importierten Erdgasen betrug 2,45 Millionen Tonnen Erdöläquivalent (TOE). Die Binnenproduktion lag im besagten Zeitraum bei 7,81 Millionen TOE, nur um 0,2 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Gemäß einer Studie von British Petroleum lagen die bestätigten Erdgasreserven Rumäniens bei 600 Milliarden Kubikmeter. Das Entspricht etwa 0,3 Prozent der weltweiten Reserven.

Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

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Appetit auf langfristige Einlagen gestiegen

Montag, 16. Januar 2012
Rumänen horteten im November 2011 insgesamt etwa 860 Millionen Euro in Lei-Konten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, wie die Notenbank BNR nun bekannt gab. Damit ist das Saldo der langfristigen Depots im Vergleich zum November 2008 um 41 Prozent gestiegen. Die langfristigen Einlagen in Euro hingegen lagen bei 366 Millionen Euro, bedeutend tiefer als die Lei-Einlagen. Dafür aber betrug das Wachstum der langfristig angelegten Euro-Depots in derselben Vergleichszeitspanne das Vierfache dessen, was im November 2008 auf den Depots mit längerer Laufzeit lag. Bei den Einlagen der Bevölkerung (Stand November 2011: 25 Milliarden Euro) überwiegen jedoch weiterhin die kurzfristigen Einlagen.

Foto: Harald Reiss/pixelio.de

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Zweite Nacht der Proteste in Bukarest

Montag, 16. Januar 2012
Die seit Tagen andauernden Proteste gegen Staatspräsident Traian Băsescu und die Sparpolitik der Regierung wurden in der rumänischen Hauptstadt auch in der Nacht zum Montag fortgeführt. Protestler und Ordnungskräfte lieferten sich erneut Straßenschlachten bis nach Mitternacht. 33 Personen benötigten ärztliche Behandlung, die Behörden sprechen von 25 Festnahmen. Begonnen hatte die Protestbewegung als Unterstützung für Dr. Raed Arafat. Dieser war aus Unmut über die geplante Gesundheitsreform zurückgetreten. Arafat ist Mitbegründer des effizienten öffentlichen Notdienstes SMURD und war im Zuge der Debatte um die Reform vom Präsidenten harsch kritisiert worden. Nach dem Rücktritt des beim Volk hoch angesehenen Arztes wurde die Reform allerdings öffentlich zurückgenommen.

Foto: www.sxc.hu

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TI-Studie: Geschäftsethik in Rumänien kein großes Thema

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Nur eines von fünf rumänischen Unternehmen habe einen Ethik-Kodex in Anwendung, wie einer aktuellen Studie von Transparency International zu entnehmen ist. Nur 117 von 631 in der Studie berücksichtigten Unternehmen haben einen Ethik-Kodex veröffentlicht. Der Rest der befragten Unternehmen zeigte kein Interesse an einer transparenten Art und Weise Geschäfte zu machen, so die Schlussfolgerung der Studie. Ethik im rumänischen Geschäftsumfeld sei vor allem auf die Präsenz ausländischer Unternehmen im Land zurückzuführen, als auf eine Verinnerlichung der Notwendigkeit von Integrität, heißt es in einer Erklärung von Transparency International. “Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen der Studie ist, dass Unternehmen in Rumänien nicht wissen, wie man sich gegen illegales und unethisches Verhalten schützt, egal ob seitens von Mitarbeitern, Lieferanten oder Beamten“, sagte Cristian Ducu, Autor der Studie und Ethik-Berater.

Foto: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de

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