70 Jahre erfolgreiche Geschäftsbeziehungen, Investitionen und Wachstum. ADVANTAGE AUSTRIA Bukarest, die Handelsabteilung der Österreichischen Botschaft in Rumänien, feiert sein 70-jähriges Bestehen

In der Geschichte europäischer Wirtschaftsbeziehungen gibt es nur wenige, die so bemerkenswert und stabil sind, wie jene zwischen Österreich und Rumänien. Österreich ist heute der drittwichtigste Direktinvestor in Rumänien mit 1.500 aktiven österreichischen Unternehmen, die für Gesamtinvestitionen von mehr als 10 Mrd. Euro verantwortlich sind. Der internationale Handel ist aber keine Einbahnstraße: Auch Hunderte rumänische Unternehmen haben Möglichkeiten gefunden, auf dem österreichischen Markt zu expandieren.

Diese Partnerschaft wurde über Hunderte von Jahren gemeinsamer Geschichte aufgebaut und 1950 durch die Gründung des Österreichischen Handelsbüros in Bukarest – heute bekannt als ADVANTAGE AUSTRIA – erweitert. Zu dieser Zeit war das rumänische Büro nach Paris, Rom, London und Frankfurt das fünfte weltweit. Der rumänische Markt war einer der ersten, auf den die Österreicher – inspiriert von der Vision einer gemeinsamen erfolgreichen Zukunft – setzten.

„Österreichische Unternehmen in Rumänien beschäftigen über 100.000 direkte Mitarbeiter und die Zahl wächst weiter. Wir sind stolz darauf, ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftspartner zu sein. Wir freuen uns über die erfolgreiche Entwicklung der rumänischen Wirtschaft und Gesellschaft im Allgemeinen, insbesondere über die Expansion im IT-Bereich.” Gerd Bommer, Leiter ADVANTAGE AUSTRIA Bukarest.

Österreichische Unternehmen waren in den 1990er Jahren Pioniere bei ausländischen Direktinvestitionen in Rumänien.

Trotz der anfänglichen Begeisterung waren die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten bis 1989 eingeschränkt. Die Öffnung der Grenzen und die Schaffung des freien Marktes haben Rumänien für westliche Investoren interessanter gemacht. Zu diesem Zeitpunkt waren österreichische Unternehmen bereits ein wesentlicher Bestandteil der lokalen Wirtschaft, die politische Neupositionierung Rumäniens in der Welt gab ihnen aber die Möglichkeit, nunmehr kräftig durchzustarten. Eine der ersten größeren Akquisitionen war die Übernahme der Banca Agricola durch Raiffeisen International. Neben der Erhöhung des Direktinvestitionsvolumens haben die beiden Staaten die Beziehungen durch offizielle Besuche, Wirtschaftsmissionen, Wissensaustausch, Unterstützung im Bildungssektor, Zusammenarbeit zwischen Handelskammern und vielen anderen Bereichen intensiviert.

„Wir sehen mit großer Befriedigung, dass die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern im Laufe der Jahre stetig gewachsen sind. Dies ist das Ergebnis einer sehr guten Zusammenarbeit zwischen CCIR und ADVANTAGE AUSTRIA. Wir sind zuversichtlich, dass diese Zusammenarbeit weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum des rumänisch-österreichischen Handels, basierend auf den Vorteilen, die sich aus der geografischen Nähe und den historischen Ähnlichkeiten sowie der Zugehörigkeit zum Binnenmarkt ergeben, leisten wird.” Mihai Daraban, Präsident der Rumänischen Industrie- und Handelskammer.

In den 2000er Jahren erlebte Rumänien ein Jahrzehnt beeindruckenden Wirtschaftswachstums, nicht zuletzt aufgrund seiner Integration als Vollmitglied der Europäischen Union im Jahr 2007. Die Wirtschaftskrise, die wir alle 2008 und 2009 erlebten, zeigte, dass österreichische Investoren nach Rumänien kamen, um zu bleiben. In dieser kritischen Zeit wurde Österreich de facto zum wichtigsten ausländischen Investor in Rumänien und Teil des wirtschaftlichen Rückgrats des Landes. Das langfristige Engagement österreichischer Unternehmen ist auch heute noch offensichtlich: Die durch die COVID-19-Pandemie aufgetretenen Herausforderungen haben sie nicht zurückgeworfen, sondern sie haben sich schnell angepasst und ihr Interesse am rumänischen Markt bekräftigt. „Wir wissen, was unsere Kunden beunruhigt: Unsicherheit, rückläufige Geschäfte, Verlust von Arbeitsplätzen, Gesundheit der Mitarbeiter, und wir sind bereit, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu retten. Wir sind stark. [..] Wir spielen eine wichtige Rolle beim Neustart der Wirtschaft und wir sind bereit, die Herausforderung anzunehmen.”, meint Sergiu Manea, CEO von BCR (Erste Group).

Österreichische Unternehmen sind derzeit Marktführer in Wirtschaftssektoren wie Banken, Versicherungen, Logistik, Bauwesen, natürliche Ressourcen, Verpackung, Öl und Gas, Holzindustrie, Immobilien und anderen. Das bilaterale Handelsvolumen stieg von 115 Millionen Euro im Jahr 1990 auf über eine Milliarde Euro im Jahr 2001 bzw. vier Milliarden Euro im Jahr 2018 – dies bedeutet ein 35-faches Wachstum. Rumänien ist derzeit die sechstgrößte Destination weltweit für österreichische Investitionen. OMV-Petrom und Erste Bank – BCR sind zwei der bislang größten ausländischen Direktinvestitionen Österreichs. Dies sind nur einige der beeindruckenden Zahlen, die die kontinuierliche positive Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Rumänien verdeutlichen.

„Im Jahr 2020 feiern wir 70 Jahre erfolgreiche bilaterale Wirtschaftsbeziehungen, 70 Jahre gemeinsame Entwicklung und 70 Jahre ADVANTAGE AUSTRIA in Rumänien. Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben und danken den Rumänen, dass sie wunderbare Geschäftspartner und Freunde sind! Lassen Sie uns diese großartige Erfolgsgeschichte noch viele Jahrzehnte beibehalten!” Gerd Bommer, Leiter ADVANTAGE AUSTRIA Bukarest.

Über ADVANTAGE AUSTRIA

ADVANTAGE AUSTRIA ist Österreichs Internationalisierungsagentur, die 1946 gegründet und mehrfach ausgezeichnet wurde. Sie fungiert auch als Handelsabteilung der österreichischen Botschaft. ADVANTAGE AUSTRIA betreibt derzeit über 100 Stützpunkte weltweit.

Das Bukarester Büro wurde am 1. Mai 1950 eröffnet und war damit eines der ersten Büros weltweit. Der erste Delegierte dieses Handelsbüros war Franz-Josef Popper, der aus Rumänien stammte. Seit 2016 wird ADVANTAGE AUSTRIA Bukarest von Gerd Bommer geleitet.

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