Rumänien baut in Sachen Verkehrsinfrastruktur auf österreichisches Know-how

Expertenaustausch beim österreichisch-rumänischen Verkehrsinfrastruktur-Symposium

Rumänien stehen in der Finanzierungsperiode 2014-2020 rund EUR 40 Mrd. aus EU-Strukturfonds zur Verfügung: EUR 9,4 Mrd. davon sind für Infrastrukturprojekte vorgesehen. Dazu zählen unter anderem Autobahnprojekte am europäischen Verkehrskorridor IV, die durch schwieriges Terrain führen, und die Rehabilitierung und Modernisierung von Eisenbahnabschnitten. Hierfür braucht man Partner mit innovativen Lösungen und speziellem Know-how, wie zum Beispiel für Brücken, Viadukte, Tunnel und Hangneigungen.

Von den Chancen in diesen Bereichen machten sich 19 österreichische Unternehmen von 17.-18. Oktober 2016 im Rahmen eines Austria Showcase des AußenwirtschaftsCenter Bukarest selbst ein Bild. Höhepunkt der Veranstaltung bildete ein gemeinsam mit dem rumänischen Transportministerium organisiertes Verkehrsinfrastruktur-Symposium, bei dem 60 rumänische Entscheidungsträger für Straßen- und Schieneninfrastruktur gemeinsam mit 35 österreichischen Experten über aktuelle Herausforderungen der Branche und zukünftige Projekte diskutierten.

Österreich und Rumänien verbindet eine intensive bilaterale Handelsbeziehung. So ist Rumänien aktuell einer der TOP 15 Handelspartner Österreichs und unser wichtigster Wirtschaftspartner in der Region Südosteuropa mit traditionell positiver Handelsbilanz. Im Jahr 2015 erreichten wir mit einem Handelsvolumen von gesamt EUR 3,2 Mrd. ein neues ‚all-time high‘. Auch 2016 setzt sich dieser Trend positiv fort: Im ersten Halbjahr 2016 stiegen die österreichischen Exporte im Vergleich zum Vorjahreszeitrum um +6,9 % auf EUR 1,02 Mrd. – im selben Zeitraum importierte Österreich Waren und Dienstleistungen im Wert von EUR 0,6 Mrd. (+7,1 %).

Neben einem regen bilateralen Warenverkehr ist das Land mit einem Investitionsvolumen von EUR 9,7 Mrd. auch ein sehr wichtiger Investitionsstandort für österreichische Unternehmen Neben den zwei größten österreichischen Investitionen, die österreichische Firmen je im Ausland getätigt haben – OMV mit dem Einstieg bei Petrom und Erste Bank mit der mehrheitlichen Übernahme der Banca Comerciala Romana (BCR) – gibt es in Rumänien rund 7.100 Unternehmen mit österreichischer Kapitalbeteiligung in praktisch allen Branchen. Aus Österreich kommen 16,1% der ausländischen Investitionen, das Land ist damit einer der größten ausländischen Investoren in Rumänien.

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